Ausbildung Sommer der Berufsbildung: In Praktika Handwerksluft schnuppern

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung startet den vierten "Sommer der Berufsbildung". Um Handwerksbetriebe und Jugendliche zusammenzubringen, sind zahlreiche Aktionen geplant.

Ein Azubi verlegt Pflastersteine.
Ein Azubi verlegt Pflastersteine. - © picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Bund, Länder und Sozialpartner wollen zum vierten Mal mit einem "Sommer der Berufsbildung" zwischen Mai und Oktober für die duale Ausbildung werben. Ziel der Aktionen ist es, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte online und in Präsenz über die zahlreichen Praktikums- und Ausbildungsangebote sowie über Fördermöglichkeiten zu informieren. Infos dazu gibt es unter dem Hashtag #AusbildungStarten. Der Sommer der Berufsausbildung sei eine gute Gelegenheit, um in Ferienwerkstätten und Praktika Handwerksluft zu schnuppern und sich von einer Ausbildung begeistern zu lassen, sagte Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Handwerk auf allen Ebenen dabei

Im Handwerk engagieren sind neben Handwerkskammern, Fachverbänden auch Kreishandwerkerschaften und Innungen mit zahlreichen Aktionen während des Sommers der Berufsausbildung. Dabei ist für Dittrich eines ganz klar: "Wer eine Ausbildung im Handwerk startet, startet durch." Auszubildende seien die Fachkräfte von morgen. Mit rund 130 Ausbildungsberufen im Handwerk sei sicher für jedes Talent der passende Traumjob, der Sinn, Sicherheit und Zukunft böte, dabei.

Zu viele junge Erwachsene bleiben auf der Strecke

Wie wichtig eine rechtzeitige Berufsorientierung und mögliche Praktika sind, hob Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hervor: "Knapp 50.000 Schüler und Schülerinnen brechen jährlich die Schule ab. Rund 2,9 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 34 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung", sagte er. Umso wichtiger seien Praktika als Brücke ins Berufsleben. Immerhin 60 Prozent aller Unternehmen fänden so ihre Auszubildenden.

Noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt

Mit rechtzeitiger und umfangreicher Berufsorientierung will auch das Handwerk mithelfen, dass interessierte Jugendlichen und interessierte Ausbildungsbetriebe besser zueinanderfinden. 2023 konnten bis Ende November insgesamt 133.700 Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Ein Plus von 1,4 Prozent oder 1.815 Ausbildungsverträgen. Allerdings blieben auch 2023 bis Ende November rund 20.000 angebotene Ausbildungsplätze wegen Passungs- und Rekrutierungsschwierigkeiten unbesetzt.