Die Energiewende gibt es für die Bundesregierung nicht zum Nulltarif. Nach der Förderung der energetischen Gebäudesanierung jongliert sie nun mit der Sonnenenergie. Auf einer CDU-Regionalkonferenz hat die Kanzlerin eine weitere Kürzung der Solarförderung angedeutet.
Solarförderung: Merkel schließt weitere Kürzung nicht aus
Wie die Frankfurter Rundschau in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer CDU-Regionalkonferenz in Magdeburg eine weitere Kürzung der Solarförderung angedeutet und dies unter anderem mit der schlechten Rentabilität von Sonnenenergie begründet. Der Bundesverband Solarstrom (BSW) widerspricht dieser Darstellung und weist auf die massiven Kürzungen in der Vergangenheit hin. Noch im Juni hatte die Bundesregierung deshalb entschieden, die Solarförderungen nicht noch weiter einzuschränken.
Merkel erklärte, dass für die Produktion von nur zwei Prozent der Stromversorgung aus Sonnenenergie die Hälfte der Fördermittel für erneuerbare Energien verwendet würde. Hier stimme das Verhältnis nicht. Der BSW betont dagegen das schnelle Wachstum in der Solarstromproduktion, das sich in einer Verdreifachung der Menge im Zeitraum von 2009 bis 2011 zeigt. Mit einem Anteil von 3,5 Prozent im ersten Halbjahr 2011 habe der Solarstrom bereits die Wasserkraft überholt, im Jahr 2020 werde der Anteil bei mindestens 10 Prozent liegen.
Der Vorschlag der Bundeskanzlerin, in Zukunft Strom aus dem sonnigen Griechenland zu importieren, wird vom BSW zwar begrüßt. Er fordert aber auch, angesichts technischer und bürokratischer Hindernisse sowie hoher Kosten den Fokus auf den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland zu richten.
dhz
