Sicherheitskopie mit Backup So sichern Sie digitale Geschäftsdaten

Geschäftsunterlagen, Kunden- und Mitarbeiterdaten und die Pläne für neue Investitionen: Festplatten von Handwerksbetrieben sind gefüllt mit wichtigen Daten, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Umso wichtiger sind regelmäßige Sicherheitskopien und Backups inklusive Betriebssystem. Welche Techniken sich eignen und wirklich sicher sind.

Sicherungskopie: Damit wichtige Daten nicht verloren gehen, sollte man regelmäßig ein Backup durchführen. - © Foto: bofotolux/Fotolia

Es muss nicht immer gleich ein verheerender Virenangriff sein. Manchmal reichen ein kurzer Stromausfall oder ein falscher Klick und alle wichtigen Geschäftsdaten sind verloren. Die Festplatte ist plötzlich leer und eine Sicherheitskopie fehlt. Wer dem vorbeugen möchte, sichert seine Daten regelmäßig mit Backups.

Für diese Sicherheitskopien gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man sichert nur die Dateien, oder man führt eine komplette Sicherung ihres gesamten Systems inklusive Betriebssystem und aller installierten Programme durch. Die erste Methode können Nutzer auch von Hand durchführen. Dann muss man allerdings selbst darauf achten, die Sicherung regelmäßig zu aktualisieren.

Doppelt abgesichert

Soll ein Backup automatisiert passieren, eignen sich dafür spezielle Backup-Programme: Hier hat der Nutzer die Möglichkeit, regelmäßige Zeitpunkte, an denen die Datensicherung durchgeführt werden soll, einzustellen. So hat beispielsweise das neue Windows 8 eine automatische Datensicherung eingebaut: Sie ist im Menü 'System und Sicherheit' als 'Dateiversionsverlauf' zu finden.

Die Auswahl an Medien für das Backup ist groß. Für kleinere Datenmengen reicht ein USB-Stick oder eine DVD, mehr passt auf eine Blu-ray oder eine externe Festplatte. Wer ganz sicher gehen möchte, setzt allerdings immer auf mehrere Varianten wie die verteilte Speicherung auf optischen und magnetischen Datenträgern.

Aktualität spielt bei der Wahl des Mediums nach Ansicht der Datenexpertin Andrea Hänger aus dem IT-Referat des Bundesarchivs eher keine Rolle. Bei der allerneuesten Technik sei sogar zunächst Vorsicht geboten. Für ein bestimmtes Medium spreche meistens eine große Verbreitung am Markt. Exoten wie die wiederbeschreibbare DVD-RAM gelten dagegen als problematisch: "Viele DVD-Player sind nicht in der Lage, diese DVDs zu lesen", erklärt Hänger.

Viel Speicher für wenig Geld

So raten auch Verbraucherschützer zum Klassiker als Backup-Medium: "Schon aufgrund der Datenmengen, die heutzutage für ein Backup anfallen, empfiehlt sich die externe Festplatte", sagt Christian Schlüter von der Stiftung Warentest. Da die Preise in den vergangenen Jahren stark gefallen seien, bekommen Nutzer heute relativ viel Speicher für wenig Geld. Angeschlossen werden sie per USB-Port, diese Technik dürfte auch in einigen Jahren noch bei vielen Geräten vorhanden sein.

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Aufgrund der Datenmengen, die heutzutage für ein Backup anfallen, empfiehlt sich meist eine externe Festplatte. - © Foto: Inga Nielsen/Fotolia
externe Festplatte

Die Datenauswahl für die Sicherung ist jedem selbst überlassen. Nutzer sollten alle Daten sichern, die für sie wichtig und wertvoll sind und die sich nur schwer wiederbeschaffen lassen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt außerdem das Speichern von Programmkonfigurationen: Damit müssen Nutzer die Einstellungen, die sie in Anwendungen gewählt haben, nicht mühsam noch einmal auswählen. Zu finden sind die Konfigurationsdateien meist im Verzeichnis der jeweiligen Programme. Viele Anwendungen, etwa Browser, bieten dafür auch eine Exportfunktion.

Sicherheitskopien regelmäßig prüfen

Wer auf Nummer sicher gehen will, hat immer mehr als nur ein Backup: "Am besten erstellt man zwei Kopien, die an getrennten Orten gelagert werden", empfiehlt Andrea Hänger. Einer davon befindet sich idealerweise außerhalb der eigenen vier Wände, also bei Freunden oder im Bankschließfach. So sind die Daten auch vor Bränden oder Rohrbrüchen geschützt. Besonders bei CDs, DVDs und Blu-rays ist eine trockene und dunkle Lagerung wichtig.

Um im Zweifelsfall böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Nutzer die Sicherheitskopien regelmäßig überprüfen. Vor allem bei Backup-Software empfiehlt es sich, das Einspielen der gesicherten Daten einmal auszuprobieren. Außerdem sollten Nutzer wissen, dass kein Datenträger für die Ewigkeit hält: So kann es auch nicht schaden, alle paar Jahre mal das Speichermedium gegen ein moderneres Modell auszutauschen. dhz/dpa