Neue 100- und 200- Euro-Banknoten vorgestellt So sehen die neuen Banknoten aus

Am 28. Mai 2019 kommen die neuen 100- und 200-Euro-Scheine in Umlauf. Am Montag präsentierte die europäische Zentralbank (EZB) die neuen Geldscheine. Zusätzliche Sicherheitsmerkmale sollen die beiden letzten Scheine der Europa-Serie noch fälschungssicherer machen.

Mit der Vorstellung der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten ist die Europa-Serie der europäischen Zentralbank komplett. - © Screenshot European Central Bank

Seit Mai 2013 bekommen alle Euro-Banknoten ein neues Design und neue Sicherheitsmerkmale. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die 5-Euro-,10-Euro-, 20-Euro- und 50-Euro-Banknoten überarbeitet wurden, folgen nun der 100- und 200-Euro-Schein. Ab dem 28. Mai 2019 sollen beide Banknoten in Umlauf gebracht werden. Die sogenannte Europa-Serie wird damit komplettiert. Die neuen Banknoten werden „Europa-Serie“ genannt, da zwei ihrer Sicherheitsmerkmale ein Porträt der Europa enthalten.

Wie sehen die neuen Scheine aus?

Das erste was bei den neuen Scheinen auffällt: Sie sind kleiner als die beiden Vorgängermodelle. Die Scheine wurden in ihrer Höhe an die 50-Euro-Banknote angepasst. Die Breite der Banknoten wurde hingegen beibehalten, sodass weiterhin gilt: je breiter der Geldschein, desto höher der Nennwert. Durch die geringere Höhe sollen die Scheine von Automaten und anderen Geräten einfacher be- und verarbeiten werden. Sie passen außerdem besser ins Portemonnaie und sind langlebiger, weil sie sich weniger schnell abnutzen.

Zwei neue Sicherheitsmerkmale

Mithilfe von zwei neuen Sicherheitsmerkmalen sollen die Banknoten noch fälschungssicherer sein. Ganz oben im Folienstreifen befindet sich ein Satelliten-Hologramm, in dem sich kleine Eurosymbole um die Wertzahl bewegen. Unter direktem Licht sind die Eurosymbole besser zu erkennen. Im Folienstreifen sind außerdem das Porträt der Europa, ein Architekturmotiv und ein großes Eurosymbol eingearbeitet.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten ist die überarbeitete Smaragdzahl unten links. Die Smaragdzahl findet sich zwar auch auf den übrigen Stückelungen der Europa-Serie, doch sind auf der überarbeiteten Version Eurosymbole zu erkennen. Wird der Schein gekippt, kann man diese deutlich erkennen.

Neben Sicherheitsmerkmalen, die man mit dem bloßen Auge sehen kann, verfügen alle Banknoten der Europa-Serie auch über Merkmale, die sich nur mit speziellen Geräten erkennen lassen. Für die 100- und 200-Euro-Scheine wurden diese überarbeitet und es sind neue Merkmal hinzugekommen. Somit sind die Euro-Banknoten noch sicherer, aber auch einfacher zu prüfen und leichter zu bearbeiten, wie Yves Mersch, Mitglied des Direktoriums der EZB, betonte.

Höhere Widerstandskraft und längere Haltbarkeit

Die neuen Euro-Geldscheine sind widerstandsfähiger als die der ersten Serie, d.h. sie können länger im Umlauf bleiben als ihre Vorgänger. Die erhöhte Lebensdauer der neuen Banknoten soll auch dazu führen, dass sich ihre Auswirkungen auf die Umwelt verringern. Da der 5- und der 10-Euro-Schein oft als Wechselgeld verwendet werden, wurden sie mit einer dünnen Schutzschicht versehen. Bei den übrigen Stückelungen der Europa-Serie ist die Schutzschicht aufgrund der geringeren Nutzungnicht erforderlich.

Was passiert mit den alten Banknoten?

Am Anfang werden wie bisher die Geldscheine der ersten Euro-Serie parallel zu den Banknoten der Europa-Serie in Umlauf sein. Die alten Scheine werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Der Zeitpunkt, ab dem die Banknoten der ersten Serie nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel sein werden, wird frühzeitig bekannt gegeben. Allerdings werden sie ihren Wert auf Dauer behalten: Sie können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden. dhz

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