Die Regierungskoalition verliert in der Bevölkerung weiter an Zustimmung. Der Streit um Steuersenkungen und in der Energiepolitik haben deutliche Spuren hinterlassen.
So schlecht war Schwarz-Gelb seit 2001 nicht mehr
In der wöchentlichen Forsa-Umfrage sanken die Werte für die Union im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 34 Prozent. Die FDP büßte einen Punkt ein und kam nur noch auf acht Prozent. Damit entfielen auf die Koalitionäre insgesamt 42 Prozent der Stimmen, 8 Prozentpunkte weniger als ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken. Dies ist das schlechteste Ergebnis für Union und FDP seit dem Herbst 2001, als die Terroranschläge vom 11. September die Umfragewerte der damals rot-grünen Regierung gestärkt hatten.
Die SPD würde laut der Erhebung unverändert 22 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Die Grünen konnten sich erneut um einen Punkt verbessern und erreichten mit 17 Prozent ein neues Umfragehoch. Die Linke verharrte auf ihrem seit Jahresbeginn stabilen Ergebnis von elf Prozent.
Der Chef des Meinungsforschungsinstitut Forsa, Manfred Güllner, erklärte das schlechte Ergebnis von Union und FDP mit Vorbehalten ihrer Wähler gegen den Kauf von Steuersünderdaten.
Für die Erhebung wurden den Angaben zufolge 2.501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 1. bis 5. Februar befragt.
ddp
