Schuster Gebäudetechnik hat seine Belegschaft dank dem schnell wachsenden Markt für erneuerbare Energien in zehn Jahren verdoppelt. Ohne die neue Gewerbehalle hätte der Betrieb eingestellt werden müssen. Diese überzeugt durch ihr umweltfreundliches Konzept.

Mit einem kleinen Fachgeschäft für Elektronik machte sich Josef Schuster 1953 in Biberbach selbstständig. Heute, genau 70 Jahre und zwei Umzüge später, leitet sein Sohn, Josef Schuster jun., eine der führenden Adressen für Energie- und Gebäudetechnik in Meitingen im Großraum Augsburg. Zuletzt expandierte der Handwerksbetrieb in großen Schritten und verdoppelte allein in den vergangenen zehn Jahren seine Belegschaft auf mehr als 60 Mitarbeiter. "Wir profitieren von dem sehr schnell wachsenden Markt für erneuerbaren Energien", sagt Josef Schuster.
Kapazitätsgrenzen erreicht
Das Wachstum hat allerdings seinen Preis. In den bisherigen Räumlichkeiten ist die Firma an Kapazitätsgrenzen gestoßen. Deshalb erweiterte Schuster Gebäudetechnik seinen 2011 neu errichteten Firmensitz nun um eine zweite Gewerbehalle. "Ohne diesen Schritt hätten wir unseren Geschäftsbetrieb nicht mehr aufrechterhalten können", ist der Chef überzeugt.
Auch wenn die Planungen der neuen Halle schon vor den rasanten Preissteigerungen für Baustoffe und anziehenden Bauzinsen starteten, musste die Firma einen Teil der Mehrkosten schlucken und der Bau wurde schließlich teurer als geplant. Dennoch zweifelt Josef Schuster nicht daran, mit der neuen Gewerbehalle in die Zukunft seines Unternehmens zu investieren. "Das wird sich für uns – auch wirtschaftlich betrachtet – auszahlen."
Großen Wert legte der Firmenchef auf die Nachhaltigkeit des Baus. Die zweite Halle ist wie der erste Neubau komplett in Holzbauweise aus heimischen Rohstoffen errichtet. Zudem wird für die Energiegewinnung vollständig auf fossile Brennstoffe verzichtet. Dabei konnte der Gebäudetechnikspezialist sein vorhandenes Know-how nutzen und die gesamte energietechnische Ausstattung der Gewerbehalle mit den eigenen Mitarbeitern umsetzen.
"Ohne die neue Gewerbehalle hätten wir unseren Geschäftsbetrieb nicht aufrechterhalten können.“
Josef Schuster, Geschäftsführer
"Wir haben eine Wärmepumpe installiert und auf dem Dach eine Photovoltaikanlage montiert", sagt Josef Schuster. Der aus Sonnenenergie produzierte Strom wird nicht nur für den Betriebsstrom, sondern zudem als Tankstelle für die Elektrofahrzeuge im Fuhrpark verwendet. Auch die Sicherheitstechnik mit einer Brandmelde- und einer Einbruchschutzanlage planten und installierten die eigenen Handwerker.
Platz für Werkstatt und Büro
Bei allen weiteren Schritten der Bauphase, wie etwa dem Rohbau oder den Sanitärinstallationen, war es Josef Schuster wichtig, die Aufträge an Handwerksbetriebe in der Region zu vergeben. Die kurzen Arbeits- und Transportwege seien umweltfreundlicher und zudem könne er so einen kleinen Beitrag zu Stärkung der heimischen Wirtschaft leisten.
In der neuen Gewerbehalle, die sich auf mehr als 800 Quadratmeter erstreckt, werden Schaltschränke gebaut und in den Werkstätten die eigenen Elektroprodukte vorproduziert. Auch ein Teil der Büroräume sowie ein großer Schulungsraum für regelmäßige Fortbildungen findet hier genügend Platz.
Mit der neuen Gewerbehalle sieht sich Josef Schuster bestens gerüstet, das nächste Kapitel der Firmengeschichte aufzuschlagen.