Arbeitsschutz im Betrieb So beugen Handwerker körperlichen Beschwerden vor

Fehlbelastungen bei körperlichen Tätigkeiten und manuellen Arbeiten können häufig zu Beschwerden im Hand-Arm und Schulter-Nacken-Bereich führen. Was Sie tun können, um Krankheiten vorzubeugen.

Viel Bewegung und Arbeitspausen sind wichtig, um körperlichen Beschwerden vorzubeugen. - © Foto: pitb_1/Fotolia.com

Bei Montagetätigkeiten und Fließbandarbeiten führen einseitige und länger andauernde Hand- und Armbewegungen und ungünstige Gelenkstellungen zur Fehlbelastung des Bewegungsapparates. Häufige Krankheiten, die dadurch entstehen, sind das Karpaltunnelsyndrom, die Epikondylitis und Sehenscheidenentzündungen.

Nach einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) leiden 22,5 Prozent der Frauen und 18,7 Prozent der Männer während oder nach der Arbeit an Schmerzen in den Armen oder Händen. Die Erkrankungen sind bedingt durch die Reizung der Sehnen, Verspannung der Muskel- und Nackenmuskulatur, Verletzungen und den Verschleiß der Gelenke. Auch zu wenig Erholung kann ein Krankheitsbild verstärken. In vielen Fällen bleibt die exakte Ursache einer Krankheit jedoch unklar.

Die BAuA hat einen Leitfaden zusammengestellt, was bei körperlicher Arbeit beachtet werden sollte.
  • Für eine sichere Handarbeit ist eine "ruhige Hand" und das Stillhalten von Kopf und Körper erforderlich. Bewegungspausen sind wichtig, sonst ermüden die Muskeln. Das kann Schmerzen zur Folge haben, wodurch man sich leicht "hängenlässt".
  • Eine zusammengesackte Sitzhaltung ist kontraproduktiv und kann zu Beschwerden im Lendenwirbelsäulenbereich und chronischen Verspannungen im Nacken führen.
  • Viel Bewegung ist wichtig: Bewegungsmangel verringert die Durchblutung der Beine, die anschwellen können. Langfristig können dadurch Durchblutungsstörungen und Gefäßschäden entstehen.
  • Einseitige Belastungen sollten generell vermieden werden.
  • Generell sollten Arbeitsgeräte jeder Art individuell und ergonomisch angepasst werden. meh