Fast jeder kennt es und etwa 55 Millionen Internet-Nutzer weltweit haben es auf ihrem Computer, Tablet oder Smartphone installiert. Die Rede ist vom beliebten Instant Messenger Skype. Mittlerweile feiert die Chat-Anwendung ihren zehnten Geburtstag. Obwohl der Dienst vorranging im privaten Bereich genutzt wird, kommt er inzwischen auch in vielen Unternehmen zum Einsatz. Allerdings gibt es hier Regeln, die im Umgang mit dem Messenger beachtet werden sollten.
Christoph Ledder
Bei der Nutzung von Skype zeigt sich: Nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich liegen Skype und andere „Messenger Dienste“ deutlich im Trend. Zahlreiche Unternehmen haben im Laufe der vergangenen Jahre auf Internettelefonie zurückgegriffen. Doch gleichzeitig sind mit dem Einsatz von Skype und anderen Diensten Sicherheitsrisiken verbunden.
Arbeiten verschiedene Handwerksunternehmen unterschiedlicher Branchen an einem gleichen Projekt, können die Arbeitsabläufe und die Arbeit insgesamt durch Skype erheblich erleichtert werden. Durch den Internettelefon-Dienst können Daten, Skizzen und Ähnliches schneller ausgetauscht und so die Kommunikation deutlich verbessert werden.
"Der schnelle Dateitransfer per Skype oder vergleichbarer Dienste kann in Unternehmen sehr von Vorteil sein. Viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeit auch schon. Dennoch entstehen gerade hier Sicherheitslücken, da die zentralen Firewalls gewissermaßen durchtunnelt werden können“, erklärt Sven Brandt, Geschäftsfeldleiter Telecommuication beim Fraunhofer ESK.
Aber gerade im Unternehmensbereich geht Sicherheit vor. Um die Gefahren möglichst zu minimieren, empfiehlt sich die Einhaltung bestimmter Regeln im Umgang mit Skype und anderen Internettelefon-Diensten.
6 Tipps für den sicheren Umgang mit Skype
- Arbeitgeber müssen darauf achten, dass ihre Angestellten und Mitarbeiter ausschließlich mit Kollegen und Partnern übers Internet telefonieren, die beim gleichen Dienst angemeldet sind. Es sollte also ausschließlich nur von Skype zu Skype telefoniert werden. Andere, unbekannte Anrufe sollten nicht angenommen werden.
- Bei der Installation von Skype auf Rechnern, die besonders geschützt werden müssen, ist Vorsicht geboten. Besonders hier ist die Gefahr eines Missbrauchs sensibler Firmendaten als besonders hoch einzustufen. Unternehmen und Betriebe, die keinen IT-Beauftragten oder eine IT-Abteilung haben, sollten von einer Installation die Finger lassen.
- Auf die firmeneigene Firewall muss bei einer Installation ganz besonders geachtet werden. Es kann passieren, dass Unternehmen ihre Firewall für Skype ein Stück öffnen müssen, damit das Programm auf den Rechnern reibungslos läuft. Die Öffnung ist allerdings nicht ungefährlich, da eine Sicherheitslücke entsteht und Viren, Trojaner und andere Schädlinge in das unternehmenseigene System eindringen können. Der Tipp hier: Bei der Installation von Skype sollte man dem Dienst verbieten, die Firewall selbstständig zu aktualisieren.
- Da Skype ein amerikanisches Produkt ist und mittlerweile dem Konzern Microsoft gehört, befinden sich die Authentifizierungs- und Abrechnungsserver in den USA. Sämtliche Daten der Skype-Nutzer werden dort gespeichert. Die amerikanischen Datenschutzbestimmungen unterscheiden sich massiv von denen in Deutschland. Betriebe, die sich Skype oder andere Internettelefon-Dienste anschaffen möchten, sollten dies bedenken.
- Mitarbeiter und Angestellte müssen im Rahmen der Skype-Nutzung darüber informiert werden, ihre eigenen Passwörter nach Möglichkeit nicht weiterzugeben. Gerade durch den unsachgemäßen Gebrauch des Kennworts sind per Skype gesendete Firmendaten nicht sicher und einem möglichen Missbrauch ausgesetzt.
- Bei der betrieblichen Nutzung von Skype sollte darauf geachtet werden, dass sich die Kommunikation ausschließlich auf den Betrieb beschränkt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollte die private Kommunikation untersagt werden.
