Der Ökonom hält Italien für wirtschaftlich stärker als Griechenland oder Portugal Sinn: Italien soll Steuern erhöhen

Der Ökonom Hans-Werner Sinn empfiehlt Italien Steuererhöhungen zur Lösung seiner strukturellen wirtschaftlichen Probleme. Im Gegensatz zu Ländern wie Griechenland oder Portugal, die unter einem hohen Leistungsbilanzdefizit litten und nicht wettbewerbsfähig seien, müsse sich Italien keineswegs gesundschrumpfen, sagte der Präsident des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts am Mittwoch in München.

Sinn: Italien soll Steuern erhöhen

München (dapd). Der Ökonom Hans-Werner Sinn empfiehlt Italien Steuererhöhungen zur Lösung seiner strukturellen wirtschaftlichen Probleme. Im Gegensatz zu Ländern wie Griechenland oder Portugal, die unter einem hohen Leistungsbilanzdefizit litten und nicht wettbewerbsfähig seien, müsse sich Italien keineswegs gesundschrumpfen, sagte der Präsident des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts am Mittwoch in München.

"Italien muss den Staatshaushalt in Ordnung bringen, und das bedeutet in erster Linie die Steuern erhöhen", sagte Sinn, auch wenn das zeitweilig das Wachstum verlangsame. Löhne und Preise seien zwar in Italien nach der Euro-Einführung - ebenso wie in Griechenland und Portugal - überproportional gestiegen, doch habe Italien ein viel kleineres Leistungsbilanzdefizit und sei nur gering im Ausland verschuldet.

dapd