Corona-Hilfe Selbstständige können Neustarthilfe Plus beantragen

Corona-gebeutelte Soloselbständige können ab sofort Anträge für die Hilfen für den Zeitraum von Oktober bis Jahresende stellen. Was dabei zu beachten ist.

Antrag ausfüllen
Selbständige können wieder einen Antrag auf Neustarthilfe stellen. Jetzt für den Zeitraum Oktober bis Jahresende. - © jozsitoeroe - stock.adobe.com

Wer als Soloselbständiger noch von der Corona-Pandemie betroffen ist, kann ab sofort Direktanträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus stellen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, können die Betroffenen so zusätzlich bis zu 4.500 Euro für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 erhalten. Anträge können bis Ende des Jahres gestellt werden. Die Antragstellung für die verlängerte Neustarthilfe Plus für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften werde gesondert bekannt gegeben. Diese Anträge könnten dann ab Anfang November gestellt werden. Sie müssen über prüfende Dritte eingereicht werden.

Soloselbständige können Anträge direkt stellen

Soloselbständige können ihre Anträge dagegen direkt über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen. Dabei ist die bis Jahresende verlängerte Neustarthilfe Plus nach Angaben des Ministeriums inhaltlich unverändert zur Neustarthilfe Plus für die Monate Juli bis September 2021. Informationen zu den Förderbedingungen sind in Form von Fragen- und Antwort-Listen auf der Website veröffentlicht.

Wichtig: Gleiche Kontonummer wie beim Finanzamt angeben

Das Ministerium weist darauf hin, dass die im Antrag angegebene Kontonummer fehlerfrei eingegeben werden muss. Außerdem müsse sie mit der Kontonummer übereinstimmen, die beim Finanzamt hinterlegt sei. Bei Anträgen mit abweichenden Kontonummern komme es im Verfahren der Bewilligungsstellen, das Ende des Monats beginne, immer wieder zu Rückfrageschleifen und damit zu Verzögerungen bei der Auszahlung.

Antragsberechtigt für die Direktantragstellung Neustarthilfe Plus sind nach Angaben des Ministeriums wie bislang Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaften sowie weitere Personengruppen, wie sogenannte kurz befristet Beschäftigte in den darstellenden Künsten und unständige Beschäftigte. Voraussetzung: die Selbständigkeit wird im Haupterwerb ausgeübt und dabei nur höchstens eine Teilzeitkraft beschäftigt.

Vorsicht: Volle Hilfen nur bei stärkeren Umsatzeinbußen

Das Ministerium weist außerdem darauf hin, dass auch die verlängerte Neustarthilfe Plus als Vorschuss ausgezahlt wird. Bei der Endabrechnung müssten Antragsteller dann die Umsatzeinbußen darlegen und nachweisen. Wenn sie im Förderzeitraum Juli bis September beziehungsweise Oktober bis Dezember 2021 Umsatzeinbußen von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Referenzumsatz 2019 zu verzeichnen hätten, können Sie den Zuschuss in voller Höhe behalten. Fielen die Umsatzeinbußen geringer aus, werde die Neustarthilfe Plus mit der Endabrechnung (anteilig) gekürzt und sei dann gegebenenfalls anteilig bis zum 30. September 2022 zurückzuzahlen. bir