Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Wirtschaft zu Besonnenheit bei ihrem Wunsch nach Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland aufgerufen.
Seehofer: Fachkräfte-Zuwanderung aus Osteuropa abwarten
Schwabach (dapd). Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Wirtschaft zu Besonnenheit bei ihrem Wunsch nach Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland aufgerufen. Er empfehle allen, jetzt nicht nach Mitarbeitern aus allen Ländern dieser Welt zu rufen, sondern zunächst die Erfahrungen mit der am 1. Mai beginnenden Arbeitnehmer-Freizügigkeit abzuwarten, sagte er am Freitagabend auf dem Mai-Empfang der Arbeitnehmer-Union der CSU, CSA, in Schwabach.
Niemand könne voraussagen, wie viele Menschen aus Osteuropa diese Möglichkeit tatsächlich nutzen würden und zur Arbeit nach Deutschland kämen. Die Unternehmen sollten zunächst damit Erfahrungen machen, bevor sie weitere Überlegungen anstellten.
Vorrangiges Ziel bleibe es zudem, die Arbeitssuchenden im eigenen Land zu vermitteln, betonte Seehofer.
Zuvor hatte Seehofer seine Forderung nach einer Pkw-Maut in Deutschland wiederholt. Dabei gehe es nicht darum, hier gemeldete Autofahrer zusätzlich zu belasten, sondern auch Autofahrer aus dem Ausland an der Finanzierung und am Unterhalt der Infrastruktur zu beteiligen, die sie nutzten. "Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt", sagte er.
dapd
