In einem "Sechs-Punkte-Plan" hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima den Koalitionsunterhändlern in Berlin Lösungsansätze für eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik vorgelegt.
Sechs-Punkte-Plan für eine nachhaltige Energiepolitik
"Noch besitzt Deutschland im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle in der Gebäude- und Energietechnik. Um diese zu festigen, sollte die neue Bundesregierung bei der Ausgestaltung ihrer Energie- und Umweltpolitik nicht allein auf den Strommarkt schauen“, sagt Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Der Wärmemarkt mit seinem veralteten Gebäude- und Anlagenbestand biete sowohl für eine Konjunkturbelebung als auch für die von der Europäischen Union bis 2020 erwartete Verwirklichung der klimapolitischen Zielsetzungen Deutschlands große Chancen. "Mit der von uns vorgeschlagenen Energieeinsparprämie in Ergänzung zum bestehenden Marktanreizprogramm könnte das Modernisierungstempo bei alten Heizungsanlagen verdoppelt werden – von jetzt drei auf sechs Prozent." Mit der Energieeinsparprämie sollen anlagentechnische Modernisierungen wie der Kesseltausch oder die Optimierung von Verteil- und Übergabesystemen bezuschusst werden.
Darüber hinaus rät das SHK-Handwerk den Koalitionspartnern zu einer schnellen marktwirtschaftlichen Umsetzung der EU-Vorgaben für ein nationales Energieeffizienzgesetz. "Energiedienstleistungen nutzen dem Klimaschutz. Wirkungsvolle Energieeinsparungen und CO2-Minimierungen gelingen aber nur mit einem breiten Angebot", erläutert Esser. Es müsse von vornherein ein fairer Wettbewerb zwischen den Anbietern von Energiedienstleistungen gewährleistet sein, um diesen dynamisch wachsenden Markt auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant zu machen. Das SHK-Handwerk habe bereits zehn konkrete Energiedienstleistungen erarbeitet. Darunter sei der Heizungs-Check zur Ermittlung des energetischen Zustandes einer Heizungsanlage. Der "Sechs-Punkte-Plan" des ZVSHK enthält die Forderung, auf Anschluss- und Benutzerzwänge für die Wärmeversorgung zu verzichten. Auch spricht sich der Zentralverband für eine Bündelung der energiepolitischen Kompetenzen innerhalb der neuen Bundesregierung aus.
Der "Sechs-Punkte-Plan" steht auf wasserwaermeluft.de zum Download bereit.