Aktienmarkt bricht nach schlechten Vorgaben ein Schwarzer Freitag an der Börse

Der deutsche Aktienmarkt ist zum Handelsauftakt am Freitag eingebrochen. Der Leitindex DAX verlor in den ersten Handelsminuten mehr als 10 Prozent auf 4.365 Punkte und vollzog damit die schwachen Vorgaben aus New York und Tokio nach.

Der DAX verlor am Morgen zehn Prozent. Foto: ddp

Schwarzer Freitag an der Börse

Der DAX vollzog damit die schwachen Vorgaben der internationalen Finanzmärkte nach. In New York hatte der Dow-Jones-Index am Donnerstag 7,3 Prozent leichter bei 8.579 Punkten geschlossen. Der technologiebasierte Nasdaq Composite sank um mehr als 5 Prozent auf 1645 Zähler. Nach panikartigen Verkäufen quer durch alle Sektoren hatten die bedeutendsten Indizes an der Wall Street am Donnerstag den siebten Handelstag in Folge mit negativem Vorzeichen beeendet und dabei auf dem jeweils tiefsten Stand seit rund fünf Jahren geschlossen. In Japan war der Nikkei-Index am Freitag um 9,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mai 2003 gefallen.

"Der Interbankenhandel und damit auch die Refinanzierung anderer Unternehmen scheint trotz der vielen Maßnahmen der Notenbanken weltweit nicht in Gang zu kommmen. Darüber hinaus ist eine Rezession in den USA und Europa trotz der jüngsten konzertierten Zinssenkungen wohl ausgemachte Sache", begründete ein Händler den weltweiten Ausverkauf. Einzelnachrichten interessierten vor dem gegenwärtigen Hintergrund niemanden.

Der Euro notierte am Morgen etwas leichter bei 1,3574 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstagnachmittag einen Referenzkurs von 1,3682 Dollar festgelegt.

Im Leitindex DAX standen vor allem E.ON unter Druck. Die Papiere verloren 12,3 Prozent auf 24,75 Euro. RWE gingen um 11,1 Prozent auf 52,38 Euro zurück. Einzig Volkswagen konnten mit 2,4 Prozent auf 303,3 Euro Gewinne verbuchen. In der zweiten Reihe, wo alle 50 Werte im Minus starteten, notierten Stada mit Abschlägen von knapp 11,9 Prozent auf 21,2 Euro am schwächsten. Deutliche Verluste von knapp 11,8 Prozent auf 48,13 Euro verzeichneten auch Salzgitter. Die geringsten Abgaben gab es für Douglas. Die Aktie verlor 1,0 Prozent auf 30,6 Euro.

Im TecDAX waren Nordex schwächster Wert und fielen um 12,2 Prozent auf 11,40 Euro. Phoenix Solar verloren 11,8 Prozent auf 26,50 Euro. Einzig Epcos konnten mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 18,00 Euro Gewinne verzeichnen.

ddp