Von rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland hat laut einer Studie fast jeder Fünfte schon einmal eine Hilfe schwarz beschäftigt.
Schwarzarbeit in fast jedem fünften Haushalt
Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid ergab, haben 18 Prozent der 2.091 befragten Männer und Frauen bereits einmal eine Hilfe in ihrem Haushalt arbeiten lassen, ohne sie anzumelden. Die repräsentative Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale untersuchte unter anderem die Rolle von schwarz angestellten Haushaltshilfen wie etwa Putzkräften oder Babysittern in Privathaushalten.
79 Prozent der Befragten hatten laut Studie dabei kein schlechtes Gewissen. 27 Prozent gaben als Grund an, Geld sparen zu wollen. Jeder Vierte verzichtete demnach auf Wunsch des Beschäftigten auf eine Anmeldung. Für viele sei die Beschäftigung einer unangemeldeten Hilfe ein Kavaliersdelikt, sagte Dominik Enste, Schwarzarbeitsexperte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.
Wer eine Hilfe als 400-Euro-Minijobber anmelde, habe dadurch jedoch kaum Mehrkosten, betonte der Leiter der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Erik Thomsen. Seit 2009 könnten 20 Prozent der gesamten Ausgaben von der Einkommensteuer abgezogen werden anstelle der bisherigen zehn Prozent – maximal betrage diese Summe jedoch 510 Euro pro Jahr.
Auch sei die Anmeldung mit wenig bürokratischem Aufwand verbunden, hieß es weiter. Ein angemeldeter Minijobber profitiere zudem unter anderem von der gesetzlichen Unfallversicherung, von dem Recht auf Urlaub und auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
ddp