Das Bundesfinanzministerium rechnet zunächst mit einer weiterhin schlechten Konjunkturentwicklung in Deutschland.
Schwächephase der deutschen Wirtschaft setzt sich fort
"Die deutlich rückläufigen Auftragseingänge sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland sowie die schlechte Stimmung in den Unternehmen signalisieren, dass die Schwächephase vorerst anhält", heißt es im Monatsbericht April.
Die deutsche Wirtschaft habe zum Jahresanfang 2009 weiter an Fahrt verloren. Produktions- und Umsatzzahlen in der Industrie deuteten darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal stärker zurückgegangen sein dürfte als im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Der BIP-Rückgang zwischen Oktober und Dezember 2008 hatte 2,1 Prozent betragen.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) bezifferte den BIP-Rückgang im ersten Quartal am Mittwoch auf voraussichtlich 3,3 Prozent. Insgesamt habe sich das Konjunkturbild stark eingetrübt. Daher dürfte die im Januar in der Jahresprognose der Regierung erwartete Entwicklung des BIP von minus 2,25 Prozent nicht mehr zu halten sein, heißt es im Bericht. Steinbrück hatte gesagt, dass er eine Fünf vor dem Komma für nicht unwahrscheinlich halte.
ddp