Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich wegen den verschlechterten Konjunkturaussichten und den Preiserhöhungen stärker eingetrübt als erwartet.
Schwache Konjunkturaussichten dämpfen Konsumklima
Der für September prognostizierte Wert liege bei 1,5 Punkten, teilte das Marktforschungsinstitut GfK mit. Volkswirte hatten mit einem höheren Wert von 2,0 gerechnet. Für August war ein revidierter Wert von 1,9 Punkten ermittelt worden.
Den Angaben zufolge lag der September-Wert damit auf dem niedrigsten Niveau seit gut fünf Jahren. Letztmals war der Indikator im Sommer 2003 auf einen vergleichbar niedrigen Wert gesunken.
Lediglich die Einkommenserwartung habe sich nach dem Einbruch im Juli leicht auf minus 16,8 Punkte erhöht, erklärten die Marktforscher weiter. Die Verbraucherstimmung insgesamt sei jedoch auch durch die deutlich gesunkenen Erdölpreise nicht aufgehellt worden. Die Konsumneigung habe daher erneut nachgelassen.
Grund für die pessimistische Stimmung seien stark eingetrübte Konjunkturaussichten und die Erwartung zusätzlicher Preiserhöhungen, hieß es weiter. So sei die Konjunkturerwartung noch einmal um 13,8 Punkte gesunken, nachdem sie bereits im Vormonat um 15,5 Zähler nachgegeben hatte. Damit liegt sie nun bei minus 20 Punkten und damit auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2004.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.
ddp