Müller-Brot Schuldenberg von über 60 Millionen Euro

Die insolvente Bäckerei Müller-Brot soll mit mehr als 60 Millionen Euro dramatisch verschuldet sein. Das geht aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hervor. Derweil verhandeln die neuen Besitzer Evi Müller und Franz Höflinger immer noch mit dem alten Eigentümer Klaus Ostendorf, da Teile der Produktionsanlage ihm gehören.

Die Münchner Bäckerei Müller-Brot hat angeblich Schulden in Höhe von etwa 60 Millionen Euro. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und bezieht sich dabei auf ein Gutachten des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl. Nach Informationen der "Welt" wollte Ampferls Sprecher diesen Bericht jedoch nicht kommentieren.

Schon während der vorläufigen Insolvenz  habe Ampferl die Löhne der Beschäftigten nur mit Hilfe neuer Kredite zahlen können, schreibt die SZ weiter. Dem Gutachten zufolge bestehen allein beim Hauptgläubiger Commerzbank 18, 5 Millionen Euro Schulden.  Die "Abendzeitung" schreibt, dass es insgesamt 2.300 Gläubiger gibt, darunter Banken, Kfz-Werkstätten  und Lieferanten. Ostendorf habe angeblich 2005 bis 2011 einen Umsatzrückgang von 38 Prozent verkraften müssen.

Die Produktion von Müller-Brot in Freising war vor fast drei Monaten geschlossen worden. Der Grund waren Hygienemängel. Mitte Februar meldete der frühere Eigentümer Klaus Ostendorf Insolvenz an. Kurz vor Ostern übernahmen schließlich die Tochter des Firmengründers, Evi Müller, und Bäckerei-Inhaber Franz Höflinger etwa 150 der  rund 240 Filialen.

Beide ve rhandeln derzeit mit Ostendorf über den Verkauf der Anlage.  Nach Informationen der "Welt" müssen Müller und Höflinger mit Ostendorf "direkt sprechen, weil die modernste von mehreren Backstraßen in Neufahrn und die EDV-Anlage nicht zu Müller-Brot selbst und damit nicht zur Insolvenzmasse gehören." Laut der "Welt" würden sich die Gespräche jedoch einem positiven Ende nähern. rh