Der bisherige Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Ulrich Schröder, ist wie erwartet zum neuen Vorstandsvorsitzender der bundeseigenen KfW Bankengruppe ernannt worden.
Schröder wird neuer KfW-Chef
Schröder solle sein Amt am 1. September antreten, aber bereits vorab in wichtige Entscheidungen des Vorstandes einbezogen werden. Außerdem soll der Manager Wissen und Erfahrung besonders in den Verkaufsprozess um die angeschlagene Tochter IKB Deutsche Industriebank AG einbringen.
Ende Mai hatte der KfW-Präsidialausschuss sich auf Schröder als neuen Vorstandsvorsitzenden verständigt. Die bisherige KfW-Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier war Anfang April im Zuge der IKB-Krise zurückgetreten.
Der Verwaltungsrat befasste sich ferner mit dem weiteren Vorgehen beim Verkauf er IKB-Anteile. Der Verkaufsprozess gehe jetzt mit den drei verbliebenen Bietern in die entscheidende Phase.
Die KfW verhandelt derzeit Berichten zufolge mit der schwedischen Bank SEB sowie den Finanzinvestoren Ripplewood und Lonestar über den Verkauf der angeschlagenen Düsseldorfer IKB. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) verspricht sich von diesem Erlöse von rund 800 Millionen Euro.
Die KfW will nach Presseinformationen mit einem Sparprogramm auf die Belastungen aus der milliardenschweren IKB-Rettung reagieren, in dessen Zuge unter anderem die jährlichen Verwaltungskosten um 75 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Auch das Sparprogramm war Thema im Verwaltungsrat am Mittwoch.
Die KfW hält derzeit einen Anteil von 45,5 Prozent an der IKB, der im Sommer durch eine bereits beschlossene Kapitalerhöhung auf über 90 Prozent steigen könnte. Die Düsseldorfer Mittelstandsbank war durch Fehlspekulationen mit US-Immobilienkrediten an den Rand einer Insolvenz geraten und musste durch milliardenschwere Rettungspakete unter Federführung der KfW gerettet werden.
ddp