Die Entscheidung ist gefallen: Die staatliche KfW Bankengruppe wird nach dem Willen der Bundesregierung in Zukunft vom Vorstandsvorsitzenden der NRW Bank, Ulrich Schröder, geleitet.
Schröder wird neuer KfW-Chef
Der Nachfolger der zurückgetretenen KfW-Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier werde nach der noch ausstehenden Zustimmung des KfW-Verwaltungsrates "so schnell wie möglich seine neue Aufgabe übernehmen", erklärten die Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen in einer gemeinsamen Mitteilung. Schröder werde so schnell wie möglich "konsultativ in die laufenden Verhandlungen einbezogen".
Nach Angaben der beiden Ministerien hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) Schröder vorgeschlagen. Er sei ein "außerordentlich erfahrener Bankfachmann", der die politische Einbindung einer staatlichen Förderbank genau kenne und den Umgang mit politischen Gremien gelernt habe, sagte Glos, der auch KfW-Verwaltungsratsvorsitzender ist. "Ich erwarte, dass er sowohl das aktuelle Krisenmanagement, insbesondere den Verkauf der IKB, beherrscht, als auch in künftigen Jahren das normale Fördergeschäft professionell entwickelt", ergänzte der Wirtschaftsminister.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) meinte, Schröder werde "die Stärken der KfW gerade in schweren Zeiten erfolgreich weiterentwickeln". Nach dem Rücktritt von Matthäus-Maier galt neben Schröder noch der Investmentbanker Andreas Dombret als aussichtsreicher Kandidat für den Posten.
ddp
