Krankenkassen sollen 60 statt bisher 50 Prozent der Kosten übernehmen Schröder: Mehr Zuschuss für künstliche Befruchtungen

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will, dass sich Staat und Krankenkassen künftig deutlich stärker als bisher an den Kosten künstlicher Befruchtungen beteiligen.

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Schröder: Mehr Zuschuss für künstliche Befruchtungen

Passau (dapd). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will, dass sich Staat und Krankenkassen künftig deutlich stärker als bisher an den Kosten künstlicher Befruchtungen beteiligen. Ein Anstieg der Förderung führe nachweislich dazu, dass mehr Menschen ihren Kinderwunsch verwirklichen können, heißt es in einem vertraulichen Konzeptpapier des Bundesfamilienministeriums, wie die "Passauer Neue Presse" (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Beim ersten bis dritten Versuch einer künstlichen Befruchtung sollen die gesetzlichen Krankenkassen nach den Plänen des Schröder-Ministeriums 60 statt bisher 50 Prozent der Kosten übernehmen. Bund und Länder kämen gemeinsam für 25 Prozent auf. Der Selbstbehalt der Paare für den ersten bis dritten Versuch einer künstlichen Befruchtung soll demnach künftig 15 statt wie bisher 50 Prozent betragen. Die Hälfte der Kosten für einen eventuellen vierten Anlauf müssten Bund und Länder bereitstellen. Der Rest wäre von den Paaren zu tragen. Bei einer künstlichen Befruchtung können jeweils Kosten von bis zu 5.000 Euro entstehen.

dapd