Konjunkturumfrage Tischler: Volle Auftragsbücher Schreiner freuen sich über gute Geschäftslage

Über eine derzeit hervorragende Geschäftslage freuen sich die Tischler und Schreiner. Das ergab eine Umfrage unter 1.300 Betriebsinhabern des Verbandes Tischler Schreiner Deutschland (TSD).

Bei den Schreinern brummt der Laden. Die Mehrheit der Betriebe bezeichnet die Geschäftslage als gut. - © Foto: Kzenon/Fotolia

Mehr als 1.300 Tischler-/Schreinerbetriebe hat Tischler Schreiner Deutschland jetzt bundesweit befragt und die Konjunkturdaten für die Branche im Frühjahr 2014 ermittelt. Die große Mehrheit der Betriebe, nämlich fast 60 Prozent, bezeichnet ihre aktuelle geschäftliche Situation als gut, etwa 37 Prozent geben ihr immer noch die Note "befriedigend". Bei gut 95 Prozent der Tischler- und Schreinerbetriebe könne deshalb von einer stabilen geschäftlichen Situation gesprochen werden. Gut 90 Prozent der Betriebe sind mit ihrer Umsatzentwicklung zufrieden.

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Ein Grund für die große Zufriedenheit sei die hohe Auslastung. Egal ob große oder kleine Betriebe – bei sechs Wochen liegt die Auftragsreichweite mindestens, durchschnittlich sogar bei sieben Wochen. Geringer als im Durchschnitt falle die Auftragsreichweite jahreszeitlich bedingt nur bei den Bauschreinern/Fensterbaubetrieben aus. Bei den übrigen Fertigungstypen steige die Auftragsreichweite sogar noch mit der Betriebsgröße merklich.

Passende Antworten für die Nachfrage am Markt

Die Auslastung profitiert vor allem von der Kauflust der Kunden. Niedrige Zinsen, hohe Arbeitsplatzsicherheit und Anschaffungsneigung führten dazu, dass sich Kunden höherwertige Produkte zulegten. Die Betriebe sehen sich in der Lage, die individuellen Kundenwünsche zu erfüllen. "Das Gewerk hat die passenden Antworten auf die Nachfrage am Markt", so der Verband.

Auf die Zahl der Beschäftigten hat sich die gute Nachfrage noch nicht signifikant ausgewirkt. Rund 75 Betriebe melden keine Veränderungen bei der Mitarbeiterzahl. Knapp 16 Prozent haben ihre Mitarbeiterzahlen erhöht, aber nur rund sieben Prozent der Befragten hätten aktuell weniger Mitarbeiter als vor einem Jahr. Diese stabile Entwicklung sei ein weiteres Anzeichen für die gute wirtschaftliche Situation. dhz