Schornsteinfeger: Kaum Zeit für Beratung Energie-Label für alte Heizkessel

Die Schornsteinfeger kennen jeden Heizungskeller. Daher wissen sie besser als alle anderen, welches Potenzial für die Energiewende vor allem in den älteren Häusern schlummert.

Aufgrund ihrer hoheitlichen Aufgaben bei der Feuerstättenschau kennen die Schornsteinfeger jeden Heizungskessel in Deutschland. - © amh online

„Schade, dass die sieben bis acht Tonnen Kohlenstoffdioxid, die eine alte Heizung im Jahr ausstößt, nicht als Klumpen in den Vorgarten fallen“, beklagt Stephan Langer, Vorstand Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Zentralinnungsverband, die niedrige Austauschquote von lediglich drei Prozent im Jahr.

2017 werden die Schorn ste infeger damit beginnen, ältere Heizungsanlagen mit einem Energieeffizienz-Etikett zu versehen. Das Label soll nach der Feuerstättenschau zuerst für Kessel älterer Baujahre vergeben werden. Dafür erhalten die Schorn ste infeger vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) acht Euro. „Wir hätten uns mehr Zeit für Beratung gewünscht, aber bei acht Euro bleibt der Spielraum dafür begrenzt“, sagt Langer und verweist darauf, dass die Schorn ste infeger auch Meldepflichten gegenüber dem Bafa hätten.

Umwelt und Energiewende liegen den Schorn ste infegern schon lange am Herzen. Seit Mitte der 1990er-Jahre haben sich rund 10.000 Kollegen zum Gebäudeenergieberater qualifiziert. Heute gibt es in jedem deutschen Schorn ste infegerbetrieb minde ste ns einen staatlich geprüften Gebäudeenergieberater. „In der Energieeffizenz-Expertenli ste der Deutschen Energie-Agentur ste llen wir mit 1.300 Personen die größte Gruppe aus dem Handwerk“, sagt Langer. ste