Die SPD-Spitze streitet weiter über den Verbleib des Ex-Bundesbankvorstand in der Partei Scholz nennt Verzicht auf Sarrazin-Rausschmiss "vernünftig"

Die SPD-Spitze streitet weiter über den Verbleib von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in der Partei. Die Rücknahme der Anträge auf Parteiausschluss sei "vernünftig" gewesen, sagte der Hamburger Bürgermeister und SPD-Vize Olaf Scholz der "Berliner Zeitung": "Es sind von Sarrazin die politischen Klarstellungen erfolgt, die der SPD-Parteivorstand von Beginn an gefordert hatte", sagte er.

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Scholz nennt Verzicht auf Sarrazin-Rausschmiss "vernünftig"

Berlin (dapd-bln). Die SPD-Spitze streitet weiter über den Verbleib von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in der Partei. Die Rücknahme der Anträge auf Parteiausschluss sei "vernünftig" gewesen, sagte der Hamburger Bürgermeister und SPD-Vize Olaf Scholz der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe): "Es sind von Sarrazin die politischen Klarstellungen erfolgt, die der SPD-Parteivorstand von Beginn an gefordert hatte", sagte er. Diesem Umstand hätten alle Parteigliederungen Rechnung tragen müssen, die das Ordnungsverfahren gegen Sarrazin eingeleitet hätten.

Scholz widersprach damit dem baden-württembergischen SPD-Chef Nils Schmid. Der hatte in einem Interview erklärt, er finde die Entscheidung der Schiedskommission bedauerlich. Schmid sagte: "Die SPD hätte Sarrazin ausschließen sollen."

Das SPD-Präsidium kommt an diesem Montag zum ersten Mal seit der Entscheidung vom Gründonnerstag zu einer Telefonschaltkonferenz zusammen. In Kreisen der Parteispitze hieß es laut "Berliner Zeitung", man rechne gleichwohl nicht mit einer größeren Debatte über das Thema.

dapd