Der Druckdienstleister hatte am 18. Januar Insolvenz beantragt Schlott wird zerschlagen

Der insolvente Druckdienstleister Schlott wird zerschlagen. Für die Unternehmen der Gruppe in Lübeck, Landau und Nürnberg liegen unterschriftsreife Angebote strategischer Investoren vor, wie der Insolvenzverwalter Siegfried Beck am Freitag mitteilte. Dort sind rund 450 Mitarbeiter beschäftigt.

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Schlott wird zerschlagen

Freudenstadt/Nürnberg (dapd). Der insolvente Druckdienstleister Schlott wird zerschlagen. Für die Unternehmen der Gruppe in Lübeck, Landau und Nürnberg liegen unterschriftsreife Angebote strategischer Investoren vor, wie der Insolvenzverwalter Siegfried Beck am Freitag mitteilte. Dort sind rund 450 Mitarbeiter beschäftigt.

Für die Schlott GmbH in Freudenstadt seien keine Angebote abgegeben worden, so dass der Betrieb geschlossen werden müsse. "Wir haben bis zuletzt alles versucht, aber ohne einen Investor sind Standort und Arbeitsplätze leider nicht zu retten", sagte der Insolvenzverwalter. Betroffen sind 280 Beschäftigte.

Bereits am 11. April waren zwei Serviceunternehmen der Gruppe in Hamburg geschlossen worden, weil sich ebenfalls kein Investor gefunden hatte. Dort waren 210 Mitarbeiter beschäftigt.

Schlott hatte am 18. Januar Insolvenz beantragt. Auch zwei internationale Tochtergesellschaften von Schlott in Frankreich, Tschechien und den Niederlanden meldeten Insolvenz an. Diese sind nach Angaben eines Sprechers vom derzeitigen Insolvenzverfahren jedoch nicht betroffen.

Der Druckdienstleister stellt Zeitschriften, Werbebeilagen und Kataloge in hoher Auflage für Verlage, Versandhandelsunternehmen und die werbetreibende Wirtschaft her. Aufgrund des Preisdrucks war das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

dapd