Urlaubsschlummer der etwas anderen Art. Im schweizer Kanton Wallis kommen Liebhaber außergewöhnlicher Übernachtungsstätten und Weinkenner gleichermaßen auf ihre Kosten.
Diogenes von Sinope war griechischer Philosoph. Er lehnte jede Art von Besitztum ab, warf seinen letzten Becher weg, um nur noch aus der Hand zu trinken und schlief in einem Weinfass. Zu seiner Zeit galt er als „Spinner“. Heute allerdings könnte er durchaus wieder als „trendy“ gelten.
Ein Trend wird fortgesetzt
Denn der Trend, den Diogenes schon damals setzte, wird heute in dem kleinen Weindorf Salgesch im Wallis in der Schweiz wieder aufgenommen. Dort werden Urlauber, die nach einer originellen Schlafstätte suchen, fündig: ein Weinfass. Im Hotel Arkanum können Besucher ihre Feriennächte in einem solchen Fass verbringen.
Allerdings darf man sich die Schlafstätte nicht wie zu Diogenes Zeiten als entbehrungsreich vorstellen. Kuschelige Decken, weiche Matratzen und um das Fass ein komfortables Zimmer, es ist alles da, was der Mensch braucht.
Es gibt noch einen anderen Grund, ins Wallis zu fahren: der Wein an sich.
Wein bleibt in der Heimat
Walliser Weine gehören zu den besten Europas. Da die Schweizer aber ihren Tropfen am liebsten selbst trinken und die Weine deshalb außerhalb der Eidgenossenschaft nur schwer zu bekommen sind, bleibt Weinliebhabern nichts anderes übrig, als sich auf den Weg in den südlichen Schweizer Kanton zu machen. Das Dörfchen Salgesch liegt auf halber Strecke zwischen der Walliser Hauptstadt Sion und dem Städtchen Brig. dhz
