SPD-Vize Schwesig : Bergmanns Arbeit muss fortgesetzt werden Schavan will die Anlaufstelle für sexuellen Missbrauch erhalten

Bundesbildungsministerin Annette Schavan spricht sich dafür aus, die Anlaufstelle der Beauftragten für sexuellen Kindesmissbrauch dauerhaft zu erhalten. "Die Anlaufstelle hat großartige Arbeit geleistet und den Opfern wichtige Hilfestellung angeboten. Deshalb spricht vieles dafür, dass sie ihre Arbeit fortsetzen sollte", sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Rheinische Post".

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Schavan will die Anlaufstelle für sexuellen Missbrauch erhalten

Düsseldorf/Hamburg (dapd). Bundesbildungsministerin Annette Schavan spricht sich dafür aus, die Anlaufstelle der Beauftragten für sexuellen Kindesmissbrauch dauerhaft zu erhalten. "Die Anlaufstelle hat großartige Arbeit geleistet und den Opfern wichtige Hilfestellung angeboten. Deshalb spricht vieles dafür, dass sie ihre Arbeit fortsetzen sollte", sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Rheinische Post".

Zu den Forderungen der Missbrauchsbeauftragten Christine Bergmann sagte Schavan: "Die Empfehlungen sind eine gute Grundlage für die Gespräche am Runden Tisch und gehen in die richtige Richtung. Wir werden sie zügig beraten."

Auch SPD-Vizechefin Manuela Schwesig setzt sich für den Erhalt der Einrichtung ein. Im "Hamburger Abendblatt" (Mittwochausgabe) forderte die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern zudem ein einheitliches Hilfsmodell für alle Opfergruppen. Neben einer Entschädigung und der Verlängerung von Verjährungsfristen sei zudem ein enges Netz an Beratungs- und Therapieangeboten notwendig, sagte die SPD-Politikerin.

Bergmann hatte am Dienstag in Berlin unter anderem eine Anhebung der Verjährungsfristen für Schadensersatzansprüche auf 30 Jahre, gerechnet ab dem 21. Lebensjahr gefordert. Der Verjährungsbeginn sollte frühestens ab dem 21. Lebensjahr einsetzen. Aktuell verjährt ein Fall bei Jugendlichen in der Regel nach fünf Jahren und bei Kindern nach zehn Jahren, gerechnet ab dem 18. Lebensjahr.

dapd