Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Annette Schavan weist Forderungen aus der Union nach einer schärferen Abgrenzung von den Grünen zurück. "Wir waren in den letzten Monaten ja nicht schlecht im Angreifen der Grünen. Wie die jüngsten Wahlergebnisse zeigen, kann es das nicht gewesen sein", sagte Schavan dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht.
Schavan lehnt schärfere Abgrenzung von den Grünen ab
Hamburg (dapd). Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Annette Schavan weist Forderungen aus der Union nach einer schärferen Abgrenzung von den Grünen zurück. "Wir waren in den letzten Monaten ja nicht schlecht im Angreifen der Grünen. Wie die jüngsten Wahlergebnisse zeigen, kann es das nicht gewesen sein", sagte Schavan dem "Hamburger Abendblatt" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Nachdem die Union bei der Wahl in Bremen hinter die Grünen zurückgefallen war, hatten Politiker von CDU und CSU härtere Attacken auf die Grünen verlangt.
Schavan sagte, sie bleibe bei ihrer Einschätzung, dass Schwarz-Grün nicht tot sei. Allerdings sei es auch naiv zu glauben, dass in Schwarz-Grün die "Zukunftsmusik schlechthin" liege. "Warten wir es ab", riet Schavan. Im Übrigen solle sich die Union auf die Stärken der Koalition konzentrieren, in der sie gerade arbeite. "Es wirkt komisch, wenn man den Eindruck erweckt, andere Bündnisse wären schöner", sagte Schavan.
Die Bundesforschungsministerin empfahl der CDU, sich selber treu zu bleiben. "Wir dürfen nicht ständig fragen, wie wir ausschauen wollen", sagte sie. "Die CDU muss nicht grüner werden. Sie muss auch nicht gelber werden. Die CDU muss die sein, die sie ist."
dapd
