Beim Lichttest 2008 des deutschen Kfz-Gewerbes hat sich besonders die Mängelquote bei den Nutzfahrzeugen als alarmierend erwiesen. Fast 42,8 Prozent der Trucker und Busfahrer waren mit defekter oder falsch eingestellter Beleuchtung unterwegs.

Schattenseite der Beleuchtung
Aber auch bei den Pkws ist die Zahl der Mängel wieder auf eine Quote von 36 Prozent angestiegen. Hochgerechnet auf den gesamten Pkw-Bestand seien demnach nahezu 15 Millionen Fahrzeuge mit Fehlern an der Beleuchtungsanlage im Verkehr. Vor allem die Scheinwerfer bleiben des Autofahrers Stiefkind: Sie stehen mit 13,8 Prozent weiterhin ganz oben auf der Mängelliste. Immerhin 7,4 Prozent der Pkw waren sogar „im Blindflug“ unterwegs. Zudem blendete rund jeder zehnte Autofahrer den Gegenverkehr mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern. Besser als im Frontbereich des Autos steht es um die rückwärtige Beleuchtung. Dennoch lag auch deren Mängelquote mit 9,4 Prozent.
Die Scheinwerfer sind auch das Problem bei den Nutzfahrzeugen. Etwa 13,6 Prozent der Lkws und Busse fuhren mit einem defekten Scheinwerfer, bei 7,3 Prozent wurden sogar beide Scheinwerfer bemängelt. Auf den deutschen Nutzfahrzeugverkehr hochgerechnet bedeutet das 326.000 einäugige und rund 175.000 „blinde“ Brummis und Busse auf den Straßen. Zudem blendeten 12,4 Prozent den Gegenverkehr mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern. Auch die Heckbeleuchtung sei im Nutzfahrzeugbereich ebenfalls ein düsteres Kapitel: 12,9 Prozent der Rücklichter leuchteten mehr schlecht als recht.
Laut Kfz-Gewerbe belegen diese Zahlen erneut, wie wichtig der Licht-Test ist. Seit dem Jahr 2006 bieten die Meisterbetriebe der Kfz-Innungen diesen kostenlosen Service auch für Nutzfahrzeuge an. Die Bilanz in diesem Jahr nahm ein Sprecher des Verbandes zum Anlass, an alle Fahrzeugführer zu appellieren, verstärkt auf eine intakte Beleuchtung zu achten. Gerade in der dunklen Jahreszeit und bei schlechten Witterungsverhältnissen stellen schlecht beleuchtete Fahrzeuge ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
dhz