Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält die europäische Einigung auch angesichts der Finanzkrise für nicht gefährdet. "Der Grundgedanke der europäischen Einigung ist so überzeugend und so erfolgreich, dass ich die Sorge, er könnte scheitern, nicht habe", sagte Schäuble der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe).
Schäuble sieht Einigung Europas nicht in Gefahr
Berlin (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält die europäische Einigung auch angesichts der Finanzkrise für nicht gefährdet. "Der Grundgedanke der europäischen Einigung ist so überzeugend und so erfolgreich, dass ich die Sorge, er könnte scheitern, nicht habe", sagte Schäuble der Zeitung "Bild am Sonntag" (Onlineausgabe).
Schäuble sagte, die Lage sei angesichts der Schuldenkrise in Griechenland zwar gespannt. "Aber auch 2008 war die Welt in der Lage, gegen eine globale und nicht vorhersehbare Finanzmarktkrise koordiniert vorzugehen", sagte er. "Natürlich gab es schwere Auswirkungen, unser Bruttoinlandsprodukt brach um 4,7 Prozent ein, aber wir haben es gemeistert."
Staatsgarantien für die Beiträge privater Banken zur Hilfe für Griechenland lehnte Schäuble ab. "Die Situation Griechenlands beherrschbar zu machen und zu stabilisieren, liegt nun wirklich im allereigensten Interesse aller Investoren", sagte er. "Deshalb braucht es keine zusätzlichen Anreize für den privaten Sektor." Alle müssten ihren Beitrag leisten. "Genaue Zahlen, was die privaten Akteure in ganz Europa freiwillig beisteuern werden, erwarte ich zur Sondersitzung der Eurogruppe am 3. Juli 2011", sagte der Minister.
dapd
