EU-Kommission lenkt ein Salz-Grenzwert für Brot soll doch nicht so niedrig bleiben

Die EU-Kommission will nach Informationen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks den Grenzwert für Salz in Brotprodukten nun doch nicht so niedrig ansetzen. Statt 1 Prozent seien nun 1,5 Prozent der genutzten Menge Mehl vorgesehen. Allerdings nur für eine Übergangszeit von sechs Jahren.

Salz-Grenzwert für Brot soll doch nicht so niedrig bleiben

Danach sollen die Bäcker den Salzgehalt im Brot auf das ursprünglich vorgesehene Maß reduzieren. "Es freut uns natürlich, dass die Kommission auf die deutschen Bäcker zugeht", sagt Matthias Wiemers, Geschäftsführer beim Zentralverband und zuständig für Lebensmittelrecht, "das ist das, was wir wollten." Allerdings könne eine zeitliche Begrenzung nicht akzeptiert werden. Der Zentralverband werde also weiterhin nachhaken bei dem Thema.

Auslöser war die EU-Verordnung zu "gesundheitsbezogenen Werbeaussagen" des Europäischen Parlaments. Demnach müssen Lebensmittel mit Nährwertprofilen ausgezeichnet sein und dürfen nur bestimmte Höchstwerte an Fett, Zucker und Salz enthalten. Die EU-Kommission hatte sich im Januar dafür ausgesprochen, den Salzgehalt im Brot auf maximal 1 Prozent der genutzten Menge Mehl zu begrenzen. Selbst ein typisches Vollkornbrot enthält jedoch mehr Salz. Die Bäcker hätten ihr Brot dann zwar weiterhin so backen dürfen wie bisher, als gesund hätten sie es aber nicht mehr bezeichnen dürfen.

Nach den ursprünglichen Plänen der Kommission (Herbst 2008) sollte der Natriumgehalt von Backwaren bezogen auf 100 g des Endprodukts 400 mg betragen, was einem Kochsalzgehalt von 1 g oder eben 1 % entspricht. Bislang sind durchschnittlich 1, 5 bis 1,6 g Kochsalz im Brot als Endprodukt enthalten. Nach dem jetzigen Vorschlag wären es 700 mg Natrium, was dann dem gewohnten Wert von 1,5 bis 1,6 g im Endprodukt entspräche. fm