Baugewerbe Saison-Kurzarbeitergeld hat sich bewährt

Nach einem Bericht des Bundesarbeitsministeriums ist das Saison-Kurzarbeitergeld ein Erfolg. Eine Untersuchung über die Wirkungen des Kurzarbeitergelds habe ergeben, dass sich die neue Winterbauförderung, die seit dem 1. Dezember 2006 gilt, bewährt hat.

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Saison-Kurzarbeitergeld hat sich bewährt

Durch verstärkte Beschäftigung in der Wintersaison hätten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Arbeitsplätze behalten können. Den Arbeitgebern sei ihr eingearbeitetes Fachpersonal erhalten geblieben und Entlassungen vermieden worden.

Dem Bericht zufolge belegen die Forschungsergebnisse:

  • Der Beschäftigungsrückgang in der Schlechtwetterzeit (Dezember bis März) hat sich mehr als halbiert.
  • Die Arbeitslosigkeit in den Bauberufen ist um 35 Prozent zurückgegangen.
  • Die neue Förderung stößt bei allen Akteuren auf hohe Akzeptanz.
  • Die neue Förderung wird intensiver genutzt als die Vorgängerregelung.
  • Laut Berechnungsmodell sind in der Förderperiode 2006/2007 156.000 Personen weniger arbeitslos geworden.
  • Die Arbeitslosenversicherung ist in der Förderperiode 2006/2007 um 321 Millionen Euro entlastet worden.

Für Baubranchen, die im Winter von Auftragseinbrüchen betroffen oder von Witterungsbedingungen abhängig sind, sei das Saison-Kurzarbeitergeld-Fördersystem damit ein geeignetes Instrument zur Überbrückung von Arbeitsausfällen in den Wintermonaten.

Das Saison-Kurzarbeitergeld wurde mit dem Gesetz zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung mit Wirkung zum 1. Dezember 2006 eingeführt und ersetzt die bis dahin gültige Winterbauförderung. Es unterstützt Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei ihren Bemühungen, die Beschäftigungsverhältnisse trotz Arbeitsausfällen in den Wintermonaten Dezember bis März aufrechtzuerhalten.

Dazu erklärte Frank Dupré, Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) : „Das Saison-Kurzarbeitergeld ist aufgrund der erzielten Wirkungen am Arbeitsmarkt ein Beispiel dafür, wie mit einer innovativen Tarifpolitik und entsprechender Flankierung durch den Gesetzgeber die Arbeitslosenversicherung und damit die Solidargemeinschaft entlastet und gleichzeitig ein sozialpartnerschaftlich entwickeltes Modell zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit honoriert werden kann.“

Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Baubetrieben leisteten gemeinsam durch die Vereinbarung flexibler Arbeitszeitregelungen und das Ansparen von Arbeitszeitguthaben einen wesentlichen Beitrag zur ganzjährigen Beschäftigung und zur Vermeidung von Entlassungen im Winter. Die Bauwirtschaft habe damit unter Beweis gestellt, dass eine ganzjährige Beschäftigungssicherung möglich sei, ohne die Folgen witterungsbedingter und auftragsbedingter Arbeitsausfälle in der Schlechtwetterzeit auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

fm