Die Mängel bei der Berliner S-Bahn-Flotte werden auch im bevorstehenden Winter noch nicht vollständig behoben sein. Trotz aller Anstrengungen seien die Arbeiten erst Anfang 2012 abgeschlossen, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Der Austausch aller Fahrmotoren und die Modernisierung der Bremssandanlagen werde bis Mitte 2012 beendet sein.
S-Bahn-Mängel noch bis über den Winter hinaus
Berlin (dapd-bln). Die Mängel bei der Berliner S-Bahn-Flotte werden auch im bevorstehenden Winter noch nicht vollständig behoben sein. Trotz aller Anstrengungen seien die Arbeiten erst Anfang 2012 abgeschlossen, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner. Der Austausch aller Fahrmotoren und die Modernisierung der Bremssandanlagen werde bis Mitte 2012 beendet sein.
Die S-Bahn fährt seit zwei Jahren unregelmäßig. Derzeit gilt ein Notfahrplan. Statt 100 Stundenkilometer dürfen die Züge nur maximal Tempo 80 fahren. Darüber hinaus können wegen Wartungsmängeln, Material- und Gerätefehlern sowie Auflagen des Eisenbahnbundesamts zumeist nur verkürzte Züge eingesetzt werden. Zeitweise war nur ein Drittel der Flotte im Einsatz. Das Unternehmen verfügt über einen Bestand von 650 sogenannten Viertelzügen (Zwei-Wagen-Einheiten). Im Normalfall werden täglich 546 Viertelzüge eingesetzt. Derzeit kann die S-Bahn nur auf 430 Viertelzüge zurückgreifen.
Buchner räumte ein, er traue sich noch nicht, einen genauen Termin für den Normalbetrieb zuzusagen. Die Werkstätten arbeiteten unter Hochdruck und bereiteten die Fahrzeuge auf den Winter 2011/2012 vor. Bis Jahresende würden beispielsweise alle 4.000 Radsätze der Baureihe 481 ausgetauscht.
Darüber hinaus werden laut Buchner bis dahin wieder 80 Fahrzeuge der bereits stillgelegten Baureihe 485 zum Einsatz gebracht. Im Oktober werde in Berlin ein neues Zugsicherungssystem eingeführt. Die Montage der neuen LED-Anzeigen auf Bahnsteigen sei bis August abgeschlossen.
dapd
