Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE hat in der Eifel ein neuartiges Stromnetz in Betrieb genommen. Mit dem Modellprojekt soll getestet werden, wie aus Sonne und Wind gewonnener Strom genutzt werden kann, ohne dabei die Versorgung mit Energie in den Netzen zu gefährden, wie das Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte.
RWE nimmt in der Eifel neues Stromnetz in Betrieb
Trier/Essen (dapd-rps). Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE hat in der Eifel ein neuartiges Stromnetz in Betrieb genommen. Mit dem Modellprojekt soll getestet werden, wie aus Sonne und Wind gewonnener Strom genutzt werden kann, ohne dabei die Versorgung mit Energie in den Netzen zu gefährden, wie das Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte. Das mit Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und einem Biogasspeicher als "Strompuffer" ausgestattete Netz soll besser auf Schwankungen bei Stromaufkommen und -bedarf reagieren können.
Das Unternehmen verwies auf die natürlichen Schwankungen bei von Windkrafträdern und Solaranlagen erzeugtem Strom. Dies entspreche nicht immer dem Energiebedarf bei den Verbrauchern. "Was in der Eifel unter realen Bedingungen getestet wird, kann sich zum Prototypen für einen deutschlandweiten Umbau des Stromverteilernetzes entwickeln", sagte Knut Kübler, im Bundeswirtschaftsministerium für Energieforschung zuständig. Hauptsächlich im ländlichen Raum entscheide sich, ob die Energiewende zu mehr erneuerbaren Energien auch im Stromnetz verwirklicht werden könne.
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt. Laut RWE wurden drei Millionen Euro investiert. In drei Jahren soll eine erste Zwischenbilanz gezogen werden.
dapd
