Unfälle durch Abkommen von der Straße lassen sich vermeiden
Rüttelstreifen halten wach
In Deutschland ereignen sich jährlich knapp 50.000 Unfälle mit Personenschaden, weil Fahrzeuge von der Straße abkommen. Mit eingefrästen Rüttelstreifen am Fahrbahnrand ließe sich diese Zahl deutlich senken, wie eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) belegt.
Bei einem Pilotversuch auf einem rund 35 km langen Teilstück der A 24 in Brandenburg konnte innerhalb von drei Jahren die Zahl der Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten um 15 Prozent gesenkt werden. Unfälle, bei denen das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn abkommt, gingen sogar um 43 Prozent zurück.
Auch die Unfallkosten konnten laut BASt deutlich reduziert werden. Allein durch die geringere Anzahl Getöteter und Schwerverletzter verminderten sich die volkswirtschaftlichen Verluste auf der 35 km langen Untersuchungsstrecke um 690.000 Euro pro Jahr. Im Vergleich zu den Kosten für die Installation der Rüttelstreifen von 170.000 Euro stehe den Ausgaben bereits in kurzer Zeit ein Vielfaches an volkswirtschaftlichem Nutzen gegenüber, so das BASt.
dhz