Dies wird "nicht in jedem Fall konfliktfrei" möglich sein Rot-Grün will in Bremen Wirtschaft und Ökologie stärker verbinden

Die künftige rot-grüne Bremer Landesregierung will Wirtschaft und Ökologie stärker miteinander verbinden. Dies werde "nicht in jedem Fall konfliktfrei" möglich sein, sagte Grünen-Chefin Susan Ella-Mittrenga am Dienstagabend nach der dritten Runde der Koalitionsverhandlungen.

Foto: dapd

Rot-Grün will in Bremen Wirtschaft und Ökologie stärker verbinden

Bremen (dapd). Die künftige rot-grüne Bremer Landesregierung will Wirtschaft und Ökologie stärker miteinander verbinden. Dies werde "nicht in jedem Fall konfliktfrei" möglich sein, sagte Grünen-Chefin Susan Ella-Mittrenga am Dienstagabend nach der dritten Runde der Koalitionsverhandlungen. Es werde Bereiche geben, in denen dies problematisch sei. Durch eine gezielte Fördermittelvergabe könne aber Einfluss etwa auf eine Ressourcen schonende Wirtschaft genommen werden.

Zudem solle die Windenergie als zentrales ökologisches und wirtschaftliches Projekt "auf die Spur" gebracht werden, sagte SPD-Chef Andreas Bovenschulte. Bremerhaven solle zum Marktführer im Bereich Offshore werden. Dafür müssten auch die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, etwa der Bau eines Offshore-Terminals im Bremerhavener Hafen.

Zudem sollen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen Unternehmen bevorzugt werden, die nach Tarif oder einen Mindestlohn bezahlen. Wirtschaft solle kein Selbstzweck sein, sondern den Menschen dienen. Zudem will die rot-grüne Koalition eine Frauenquote von 50 Prozent in Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen. Bis wann dieses Ziel umgesetzt werden soll, sei aber noch offen, sagte Ella-Mittrenga. "Jetzt sind wir noch ziemlich davon entfernt." Die Koalitionsverhandlungen werden am Freitag fortgesetzt.

dapd