Der Luxuswagenhersteller Rolls-Royce steht einem Engagement auf dem chinesischen Markt kritisch gegenüber. "Das ist ein sehr schöner Markt - auf der einen Seite. Auf der anderen kann er über Nacht reguliert werden", sagte Unternehmenschef Torsten Müller-Ötvös der "Financial Times Deutschland". "Man sollte sich nicht ausschließlich auf China fokussieren."
Rolls-Royce will sich nicht von China abhängig machen
Hamburg (dapd). Der Luxuswagenhersteller Rolls-Royce steht einem Engagement auf dem chinesischen Markt kritisch gegenüber. "Das ist ein sehr schöner Markt - auf der einen Seite. Auf der anderen kann er über Nacht reguliert werden", sagte Unternehmenschef Torsten Müller-Ötvös der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). "Man sollte sich nicht ausschließlich auf China fokussieren."
Stattdessen wolle Rolls-Royce Asien "in Summe aufbauen", sagte Müller-Ötvös. "Wir expandieren in Indien, in Südkorea - eigentlich in allen asiatischen Märkten inklusive Australien und Neuseeland."
Wie die Zeitung berichtete, gilt China als Hoffnungsmarkt für die Autobranche: Während die Nachfrage weltweit stagniert oder schrumpft, wächst der Automarkt in der Volksrepublik zweistellig. Ein unkalkulierbares Risiko stelle aber die "Regulierungswut" der kommunistischen Regierung dar, die versuche, den Markt durch Gesetze zu lenken: "Das Beispiel Peking zeigt, dass die Regierung gewillt ist einzugreifen", sagte Müller-Ötvös.
dapd
