Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Energiepolitik der Bundesregierung gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Auf einer Diskussionsveranstaltung der NRW-CDU zum Thema Energie am Mittwoch in Münster sagte Röttgen, der Ausstieg aus der Atomenergie biete die Chance, einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen.
Röttgen verteidigt Ausstiegsbeschluss der Koalition
Münster (dapd). Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Energiepolitik der Bundesregierung gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Auf einer Diskussionsveranstaltung der NRW-CDU zum Thema Energie am Mittwoch in Münster sagte Röttgen, der Ausstieg aus der Atomenergie biete die Chance, einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Es gebe ein großes gesellschaftliches Bedürfnis nach Beendigung und Befriedung. Kein Thema habe in den vergangenen 40 Jahren so polarisiert wie die Kernenergie.
Der Landeschef der NRW-CDU sagte vor etwa 500 Partei-Anhängern, der geplante Ausstieg bis 2022 sei ein "sukzessiver Prozess mit einem klaren Ende". Es sei aktuell keine Kilowattstunde Strom aus Kernenergie mehr als im rot-grünen Beschluss vereinbart. Union und FDP setzten aber ein Signal, dass nun die Zeit gekommen sei, in andere Formen der Energieversorgung zu investieren.
Vor der Halle demonstrierten am Abend mehrere Dutzend Atomkraftgegner gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Die Koalition hatte sich am Montag darauf geeinigt, dass bis spätestens 2022 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die sieben ältesten Atommeiler und der Reaktor Krümmel werden nicht mehr ans Netz genommen. Allerdings soll einer dieser Altmeiler bis 2013 als sogenannte Kaltreserve bereitgehalten werden, um eventuelle Engpässe zu überbrücken und Stromausfälle zu verhindern.
dapd
