Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat das Aus für die ältesten deutschen Atomkraftwerke angedeutet, die gegen Flugzeugabstürze nicht oder kaum geschützt sind. Aus den unterschiedlichen Schutzgraden ergebe sich ein "Kategorienunterschied", der bei der Entscheidung über die Reihenfolge der Abschaltung einzelner Meiler eine Rolle spiele, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
Röttgen deutet Aus für älteste Atommeiler an
Berlin (dapd-hes). Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat das Aus für die ältesten deutschen Atomkraftwerke angedeutet, die gegen Flugzeugabstürze nicht oder kaum geschützt sind. Aus den unterschiedlichen Schutzgraden ergebe sich ein "Kategorienunterschied", der bei der Entscheidung über die Reihenfolge der Abschaltung einzelner Meiler eine Rolle spiele, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
Die Reaktorsicherheitskommission hatte festgestellt, dass die Kraftwerke Biblis A und B, Brunsbüttel und Philippsburg keinen baulichen Schutz gegen einen Flugzeugabsturz aufweisen. Die Kraftwerke Unterweser, Isar 1 und Neckarwestheim seien nur etwas besser geschützt und erfüllten zumindest die Schutzanforderungen der Stufe eins.
Die sieben ältesten Kraftwerke sind auf Grundlage des von der Regierung verkündeten Atom-Moratoriums derzeit abgeschaltet. Bis Anfang Juni will die Regierung entscheiden, ob einige von ihnen oder alle wieder ans Netz dürfen. In dieser Gruppe ist auch der Pannenmeiler Krümmel, der schon vor dem Moratorium still stand.
dapd
