Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat davor gewarnt, die Förderung der erneuerbaren Energien zu stark auszuweiten. Denn dies würde zwangsläufig die Strompreise für Privatleute in die Höhe treiben, sagte der FDP-Vorsitzende am Freitag im Bundesrat. "Jede Ausweitung wird sich am Ende beim Strompreis wiederfinden."
Rösler warnt vor Kosten eines raschen Ökostromausbaus
Berlin (dapd). Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat davor gewarnt, die Förderung der erneuerbaren Energien zu stark auszuweiten. Denn dies würde zwangsläufig die Strompreise für Privatleute in die Höhe treiben, sagte der FDP-Vorsitzende am Freitag im Bundesrat. "Jede Ausweitung wird sich am Ende beim Strompreis wiederfinden." Damit reagierte er auf Forderungen der Länder, den Anteil von Ökostrom stärker zu steigern als geplant und auch die Förderung von Windkraft an Land nicht zu beschneiden.
Rösler zeigte sich aber zuversichtlich, dass Bund und Länder bei den wesentlichen Zielen der jetzt geplanten Energiewende einig seien - nämlich beim Ausstieg aus der Kernkraft bis 2022 und dem Ziel, erneuerbare Energien im gleichen Zeitraum ausbauen. Seinen Vorschlag, ein Atomkraftwerk als Reserve in Bereitschaft zu halten, verteidigte der Minister noch einmal, versicherte aber auch: "Das wird eine fachliche Entscheidung sein vonseiten der Bundesnetzagentur."
dapd
