Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat die steuerliche Absetzbarkeit von Investitionen in die energieeffiziente Gebäudesanierung noch nicht aufgegeben.

Rösler sieht Chance für Vermittlungsverfahren bei Gebäudesanierungsstreit
Es müsse der Versuch gewagt werden, in den Vermittlungsausschuss zu gehen, sagte er bei der Auftaktveranstaltung zum "Tag des Handwerks" in Berlin. Eine Entscheidung dazu erwarte er in den nächsten zwei Wochen. Noch diskutiere die Bundesregierung darüber. Die Vorgespräche seien aber "sehr positiv" verlaufen.
Für ZDH-Präsident Otto Kentzler ist es unverständlich, dass die Bemühungen hier ins Stocken geraten sind. "Die Blockade zwischen Bund und Ländern muss aufgehoben werden", sagte er. Die Bürger seien verunsichert. Nicht jeder wolle einen zinsgünstigen Kredit, gerade deshalb seien steuerliche Anreize wichtig. Schon jetzt mache sich eine Zurückhaltung bei den Investitionen bemerkbar.
Bund und Länder hatten sich Anfang Juli zwar auf die Grundzüge der Energiewende verständigt, die auch eine Förderung der Energieeffizienz im Gebäudebestand vorsieht. Das Gesetz zur "steuerlichen Förderung von Wohngebäuden" lehnte der Bundesrat jedoch ab. Geplant war, dass Immobilienbesitzer bis zu zehn Prozent der Kosten zehn Jahre lang geltend machen können.
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