Nach dem fulminanten Start ins Jahr 2011 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank für die kommende Zeit ein geringeres Wirtschaftswachstum zu erwarten. Die günstigen externen wie internen Rahmenbedingungen dürften aber eine Expansion über längere Zeit tragen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht Mai.
Risiko Aufschwungtempo
Frankfurt/Main (dapd). Nach dem fulminanten Start ins Jahr 2011 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank für die kommende Zeit ein geringeres Wirtschaftswachstum zu erwarten. Die günstigen externen wie internen Rahmenbedingungen dürften aber eine Expansion über längere Zeit tragen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht Mai. Die Wachstumschancen, die aus einer zunehmenden Migration nach Deutschland erwachsen, könnten hieran einen Anteil haben.
Der starke Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal sei von Aufhol- und Nachholeffekten spürbar beeinflusst gewesen. Daher sei das Quartalswachstum deutlicher höher ausgefallen als die konjunkturelle Grundtendenz. "Gleichwohl ist der konjunkturelle Fortschritt unverkennbar", heißt es in dem Bericht. Der Aufschwung habe sich mittlerweile auf die gesamte Volkswirtschaft ausgebreitet.
Als Risiko sieht die Bundesbank das rasche Tempo des Aufschwungs. Sowohl die Geschäftserwartungen der Firmen als auch die Konjunktur- und Einkommensperspektiven der Verbraucher hätten ungewöhnlich früh in diesem Konjunkturzyklus Spitzenwerte erreicht. Als weiteres Risiko komme die deutliche Eintrübung des Preisklimas hinzu.
dapd
