Auch wenn die Riester-Fondssparpläne erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2002 durch die Finanzmarktkrise ins Minus rutschen, müssen sich Sparer nach Einschätzung der Stiftung Warentest keine Sorgen um ihre Altersvorsorge machen.
Riester-Fondssparpläne bleiben sichere Altersvorsorge
Dafür sorge die Garantie der Anbieter, heißt es in der Dezemberausgabe der Zeitschrift "Finanztest". Bei Renteneintritt stünden mindestens sämtliche Einzahlungen der Sparer und die staatlichen Zulagen zur Verfügung. Die Stiftung Warentest untersuchte alle zurzeit angebotenen Riester-Fondssparpläne von sechs Anbietern.
Welcher der Riester-Fondssparpläne empfehlenswert ist, hänge davon ab, in welchem Alter der Sparer den Vertrag abschließt. Ist er noch nicht 40, seien die DWS Toprente Dynamik und die UniProfirente von Union Investment die besten Angebote. Bei beiden Produkten würden bis zu 100 Prozent der Einzahlungen in Aktienfonds investiert. Für risikofreudige Anleger über 40 Jahre empfiehlt die Stiftung Warentest die UniProfirente. Ab 50 Jahren sollten Sparer nicht mehr in einen Riester-Fondssparplan einsteigen. Für ältere und sicherheitsorientierte Anleger eigneten sich Riester-Banksparpläne, die sich stetig um einen am Markt orientierten Zins vermehren.
Auch wenn der Vertrag durch die Finanzmarktkrise zeitweise im Minus steht, blieben die eigenen Einzahlungen und die staatlichen Zulagen sicher, heißt es weiter bei "Finanztest". Deshalb wäre es falsch, wegen der gefallenen Aktienkurse in einen anderen Riester-Vertrag zu wechseln. Damit würden die Verluste nur langfristig festgeschrieben. Wenn der Sparer bei seinem Anbieter vorher aussteige, bekomme er nur den Zeitwert seines Kontos ausbezahlt, und der liege bei vielen Fondssparplänen derzeit weit unter den Einzahlungen. Der Sparer würde beim Wechsel zu einem anderen Anbieter nur noch diese Summe garantiert bekommen und womöglich tatsächlich Minus machen.
ddp