Der Staat will das Wohneigentum zur Altersvorsorge stärker fördern. Dazu wird der Kauf, der Bau oder die Entschuldung einer Wohnung oder eines Hauses in die Riester-Förderung einbezogen. Das Handwerk begrüßt den Kabinettsbeschluss.
Riester-Förderung wird auf Wohneigentum ausgeweitet
Die Regelungen sollen rückwirkend zum 1. Januar 2008 gelten. Darlehensverträge für die Anschaffung und den Bau von Immobilien und Genossenschaftsanteilen gehören damit künftig zu den begünstigten Anlageprodukten, sofern die Wohnung selbst genutzt wird. Die Beträge sind in der Sparphase wie bei allen Riester-Produkten steuerfrei. In der Auszahlungsphase werden sie besteuert, wenn der individuelle Steuersatz meist geringer ist. Die Auszahlungsphase muss zwischen dem 60. bis 68. Lebensjahr liegen.
Bislang haben mehr als zehn Millionen Menschen einen Riester-Vertrag zur zusätzlichen Altersvorsorge abgeschlossen. Seit Anfang des Jahres beträgt die Grundzulage 154 Euro und die Kinderzulage 185 Euro. Für Kinder, die 2008 oder später geboren werden, gibt es eine erhöhte Zulage von 300 Euro im Jahr.
"Es ist eine gute Nachricht, dass die Bundesregierung die selbst genutzte Wohnimmobilie gleichwertig in die Förderung der zusätzlichen Altersvorsorge integriert", kommentierte Handwerkspräsident Otto Kentzler. MIt dem "Wohn-Riester" werden die Möglichkeiten erweitert, zusätzliche Eigenvorsorge zu treffen, um die sinkende Rentenhöhe auszugleichen. "Zugleich werden damit in einer schwierigen Phase der binnenwirtschaftlichen Entwicklung richtige Wachstumssignale gesetzt“, sagte Kentzler.
Wohngeld wird erhöht
Ab 2009 soll zudem das Wohngeld erhöht werden, indem die gestiegenen Energiekosten in einer neuen Heizkostenkomponente berücksichtigt werden. Angesichts der Mietentwicklung ist ferner vorgesehen, Wohngeld-Tabellenwerte und Miethöchstbeträge um jeweils rund zehn Prozent zu erhöhen. Wohngeldempfänger erhalten laut Bundesbauministerium damit im Durchschnitt monatlich 142 Euro. Bislang sind es 90 Euro im Monat.
pc/ddp