Innovationen im Handwerk Richtig werben für Neuheiten

Die Einführung eines neuen Produkts, die Vorstellung eines neuen Services oder auch die Präsentation von neuen Verfahren – überall hier wird so genanntes Innovationsmarketing betrieben. Eine Innovation ist etwas Neues, noch nie Dagewesenes. Um erfolgreich zu sein, sollte sie entweder ein aktuelles Problem lösen oder einen aktuell bestehenden Bedarf bedienen können. Beim Werben für Neuheiten müssen Unternehmen jedoch auch besonders vorsichtig sein.

Richtig werben für Neuheiten

"Eine intensive Auseinandersetzung mit den potenziellen Kunden ist die Voraussetzung für erfolgversprechendes Innovationsmarketing", sagt Thomas Clauß vom Institut für Marketing und Medien aus dem Arbeitsbereich Marketing und Innovation der Universität Hamburg. Die Neuheit müsse den potenziellen Kunden detailliert erklärt werden, da hier natürlich auch immer eine gewisse Unsicherheit und Skepsis bestehe. "Der Kunde muss den Nutzen für sich selbst sehen", sagt Clauß, "wichtig ist dabei, dass dem Verbraucher immer eine Problemlösung angeboten wird. Und genau mit dieser Lösung sollte auch geworben werden. Den aktuellen Bedarf könne man auch als "Marketpull" bezeichnen, auf den mit einem "Technologiepush" reagiert werden müsse.

Gerade kleine Handwerksbetriebe können hier mit einfachen Maßnahmen punkten. Laut Thomas Clauß sind sie täglich direkt beim Kunden vor Ort und mit ihm im Gespräch. Sie erfahren somit schnell, wo es Probleme gibt und was die Kunden sich wünschen. "Handwerksbetriebe haben eine große Innovationsfähigkeit", sagt Thomas Clauß. Kleine Betriebe weisen eine hohe Flexibilität auf, sie könnten oft direkt vor Ort und mit einfachen Mitteln Problemlösungen entwickeln und so zu neuen Geschäftsideen kommen.

Nach Angaben des Werbefachmanns kommen hier die so genannten vier Ps des Marketings zum Zuge – also die vier englischen Schlüsselbegriffe "product", "price", "promotion" und "placement". Wenn der Nutzen des neuen Produkts, dessen Zielgruppe sowie der angestrebte Preis klar definiert sind, muss das Unternehmen die passenden Werbeformen dafür finden – ob Zeitungsannonce, Handzettel, Plakat oder das direkte Gespräch mit dem Kunden. Dann kann die Vermarktung beginnen.