Rettungskarte hilft Unfallopfern und Feuerwehren

Die Zahl der Verkehrstoten sinkt seit Jahren. Trotzdem könnten viel mehr Menschen gerettet werden

Rettungskarte hilft Unfallopfern und Feuerwehren

Durch den flächendeckenden Einsatz der Rettungskarte könnten nach schweren Verkehrsunfällen mehr Menschen lebend geborgen werden. Laut ADAC ließe sich die Zahl der Verkehrstoten in Europa jährlich um bis zu 2.500 senken. Daher müssten die Rettungskarten so schnell wie möglich in die Fahrzeuge.

Wenn Menschenleben in Gefahr sind, zählt jede Sekunde. Oft werden bei Unfällen Personen im Auto eingeklemmt. Nur wenn Feuerwehren mehr über hochfeste Stähle, Karosserieversteifungen, Lage der Batterie und Airbags wissen, können die hydraulischen Rettungsscheren schnell und effizient eingesetzt werden. Diese Informationen bietet die Rettungskarte, die hinter der Fahrersonnenblende zu finden sein sollte.

Bis ein automatisches Unfallmeldesystem, das unter dem Namen E-Call derzeit in Erprobung ist, die modellbezogenen Informationen elektronisch an die Rettungsleitstellen sendet, bleibt die Rettungskarte im Fahrzeug die effektivste und schnellste Lösung, so der ADAC. In Zusammenarbeit mit den Verbänden der Fahrzeughersteller wurden die standardisierten Rettungskarten erarbeitet, die über die Internetplattform www.rettungskarte.de abgerufen und ausgedruckt werden können. Dort werden auch alle Informationen zum Thema bereitgestellt.

Zusätzlich liefert der ADAC einen kostenlosen Aufkleber für die Windschutzscheibe „Rettungskarte im Fahrzeug“. Es gibt die Rettungskarten vor allem für Pkws, aber auch für Nutzfahrzeuge. So stellt Fiat für alle seine Transporter Rettungskarten online zur Verfügung.

Inzwischen würden sich laut ADAC auch immer mehr Firmen an der Aktion beteiligen. Sie können die Rettungskarten problemlos im Internet abrufen. Die modellbezogenen Karten müssten aber wegen der besseren Erkennbarkeit der Problemzonen unbedingt in Farbe ausgedruckt werden. Sie sollte einheitlich hinter der Fahrersonnenblende angebracht sein. www.rettungskarte.de