Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Mai stärker angestiegen als erwartet. Die Inflationsrate lag auf Jahressicht bei 3,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand von Ergebnissen aus sechs Bundesländern mitteilte.
Rekordölpreis heizt Inflation an
Im April hatte die Teuerungsrate noch 2,4 Prozent betragen. Volkswirte hatten im Durchschnitt eine niedrigere Inflationsrate von 2,8 Prozent prognostiziert. Der Anstieg der Jahresteuerung ergab sich laut Bundesamt vor allem aus den starken Preissteigerungen bei Heizöl und Diesel.
Diesel teurer als Superbenzin
Unterdessen teilte der ADAC mit, dass Diesel erstmals bundesweit teurer als Superbenzin. Ein Liter Diesel koste bundesweit durchschnittlich 1,50 Euro je Liter. Mit einem Preis von 1,499 Euro sei Superbenzin 0,01 Cent günstiger. Damit sei nichts mehr davon zu merken, dass Diesel um 22 Cent geringer besteuert wird als Superbenzin.
Je nach Bundesland verteuerte sich Heizöl gegenüber April zwischen 10,3 und 13,3 Prozent und lag damit um 49,1 bis 64,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Diesel verteuerte sich im Vergleich zum Vormonat um 6,2 bis 8,7 Prozent und war damit um 25,8 bis 27,5 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Die Nahrungsmittelpreise lagen laut der Behörde zwischen 7,1 und 9,2 Prozent über den Preisen des Vorjahresmonats.
Endgültige Ergebnisse zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Mai wird das Statistische Bundesamt nach eigenen Angaben am 13. Juni veröffentlichen.
ddp