Überwachung des Reifendrucks Reifendruckkontrollsystem: Was auf Werkstätten zukommt

Zur Fahrsicherheit zählt auch der richtige Reifendruck. Ob der stimmt, zeigt das Reifendruckkontrollsystem. Doch auf die Kfz-Werkstätten könnte damit einiges drauf zukommen.

Kfz-Werkstattmitarbeiter erhalten künftig Schulungen bezüglich des Reifendruckkontrollsystems. Das System ermittelt über Sensoren den Reifendruck beim Auto. - © Foto: benjaminnolte/fotolia

Für alle neuen Pkw ist das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ab 1. November 2014 Pflicht. Für die Typgenehmigung ist dies bereits seit dem 1. November 2012 verbindlich vorgeschrieben. Daher sind bereits viele Fahrzeuge im Markt, die mit solchen Systemen ausgestattet sind.  

Reifendruckmessung durch Sensoren

Mittels Sensoren an den Reifen warnt das System den Autofahrer vor zu geringem Reifendruck. Der richtige Reifendruck verringert den Spritverbrauch, erhöht den Fahrkomfort und führt zu genaueren Lenkaktionen.

Beim RDKS können die Autohersteller zwischen zwei Systemen wählen. Beim direkten Kontrollsystem ist jedes Rad mit einem Sensor ausgestattet, der die Daten über Reifendruck, Temperatur und andere Faktoren an die Instrumente im Armaturenbrett überträgt.

Das indirekte System  dagegen ist nicht so genau wie das direkte und zeigt den Reifendruck nur an, wenn das Auto fährt, weil die Messergebnisse auf der Radgeschwindigkeit basieren, die das ABS-System liefert. Das indirekte RDKS kann also keinen genauen Pneudruck anzeigen. Welches der Reifendruck-Systeme eingebaut wird, entscheidet allerdings der Autohersteller.

Schulung für Kfz-Werkstatt-Mitarbeiter

Das RDKS soll helfen, den Spritverbrauch zu senken und für einen höheren Fahrkomfort sorgen. Laut Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) werden die Mitarbeiter von Kfz-Werkstätten entsprechend geschult. Sowohl die Autohersteller als auch die Akademie Deutsches Kfz-Gewerbe (TAK) führen diese Schulungen für Kfz-Mechatroniker durch.

"Dort wird das erforderliche Grundwissen vermittelt, um Reifendruckkontrollsysteme am Fahrzeug zu erkennen und zuzuordnen", so ein Sprecher des Verbands. Der erforderliche Zusatzaufwand bei Standard-Dienstleistungen, wie zum Beispiel dem Räder- oder Reifenwechsel, soll so transparenter und kalkulierbarer werden.

Der Umgang mit RDKS-Werkzeugen zum Ein- und Ausbau von Sensoren, dem Abfragen der Sensordaten oder für Codierungen wird in den Schulungen ebenso vermittelt wie das Programmieren universeller Sensoren. cle