Für die Internetadressen soll es bald neue Endungen geben. Bisher sind Länderkürzel wie .de oder das Unternehmenskürzel .com für Homepages üblich. Nun gibt es eine Ausschreibung für neue regionale Kürzel wie .bayern. Das bietet Betrieben neue Möglichkeiten.
Christina Geimer

Viele beliebte Internetadressen wie www.baeckereischmitz.de sind schon vergeben. Deswegen gibt es nun eine Ausschreibung für neue Endungen. Dann soll es Web-Endungen mit regionalem wie .bayern oder thematischem Bezug wie .buy geben. Allein aus Deutschland gibt es 70 Anfragen. Während BMW, Lidl und Obi sich ihre eigene Webdomain leisten wollen, bieten die neuen Adressen auch für kleine Unternehmen Chancen.
Gerade wer regional gefunden werden möchte, bekommt durch eine Internetadresse wie www.tischlereimueller.berlin neue Möglichkeiten. "Regionale Suchanfragen spielen schon heute eine große Rolle. Durch die neuen Endungen können regionale Angebote in Suchermachinen besser platziert werden", sagt Caspar Veltheim, Geschäftsführer der Bayern Connect. Das Unternehmen nimmt mit Unterstützung des Freistaates Bayern beim Bewerbungsprozess teil und will die Domain .bayern anbieten.
Wunschname.region bald zu haben
Obwohl der Markt für eine regionale Adresse viel kleiner ist, als für Länderkürzel wie .de, geht Veltheim davon aus, dass die neuen Endungen für Unternehmen, auch zu den marktüblichen Preise zu haben sind.
Der Preis wird jedoch nicht von dem Anbieter einer Domain alleine gemacht, sondern die Dienstleister (Registrare), die eine Registrierung anbieten, bestimmen den Preis für die Unternehmen. Die Betreiber veräußert die Domains an die Registrare und stellt die Technik zum Betrieb. Bayern Connect arbeitet dafür mit dem Unternehmen Minds and Machines zusammen, welches Niederlassungen in London, Singapur und den USA hat.
Schon jetzt können Unternehmen ihre Wunschdomain,...
Schon jetzt können Unternehmen ihre Wunschdomain, wie www.baeckereimeier.bayern reservieren. Allerdings ist es für eine Reservierung noch sehr früh. Nach Einschätzung von Caspar Veltheim, Geschäftsführer der Bayern Connect, sind die ersten Domains erst in einem Jahr bereit für die Registrierung. Vorher muss die Internationale Vergabeorganisation der Domains, die Icann, noch entscheiden, welche Endungen sie tatsächlich vergibt und wer sie verwalten darf. Da der Andrang mit fast 2.000 Bewerbungen sehr hoch ist, wird sich das Verfahren noch verzögern.
Bisher sind Länderkennungen, also .de für Deutschland, weit verbreitet. Die .de-Adressen verwaltet die DENIC. Daneben gibt es nur rund 20 thematische Domains wie .com für die Wirtschaft.
Im Internet bieten schon einige bekannte Registrare Domains zur Reservierung an. Wer schon eine der neuen Domains reservieren will, sollte wissen, dass die Registrare noch keine Nutzungsrechte vergeben können. Da es die neuen Endungen noch nicht gibt. Deswegen sollte eine angebotene Registrierung kostenlos sein.
Fordert ein Registrare jetzt schon eine verbindliche Zusage ist das unseriös. Erst wenn die Kosten feststehen und die Domain zur Verfügung steht, sollte der Benutzer eine Entscheidung treffen müssen, ob er die Domain wirklich haben möchte.