Die Bundesregierung wird ihre Konjunkturprognose für 2009 in der kommenden Woche offenbar drastisch nach unten korrigieren. Die beteiligten Ministerien erwarten einem Zeitungsbericht zufolge, dass die Wirtschaftsleistung gegenüber 2008 um 5,0 Prozent sinken wird.
Regierung will Wachstumsprognose deutlich senken
Grund für den stärkeren Rückgang seien die Auftragseinbrüche in wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau und der Elektroindustrie. Bislang hatte die Regierung ein Minus von 2,25 Prozent prognostiziert.
Angesichts der neuen Vorhersage könnte laut der "Süddeutschen Zeitung" die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt um bis zu einer Million steigen. Zudem werde die Rezession riesige Löcher in die Staatskassen reißen.
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) kam am Montagnachmittag mit den Personalverantwortlichen der 30 DAX-Unternehmen zusammen. Gegenstand der Beratung waren Möglichkeiten zur Sicherung der Arbeitsplätze. Die Konzerne hatten der Regierung versprochen, möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Einzelne Konzernchefs halten diese Zusage aber mittlerweile nicht mehr für haltbar.
Scholz erklärte nach dem Treffen laut Zeitung, das Gespräch sei konstruktiv gewesen. Es solle im Juni fortgesetzt werden. Dem Vernehmen nach machten die Konzernvorstände gegenüber dem Minister deutlich, dass sie weitere Entlastungen beim Kurzarbeitergeld wünschen.
ddp