Bruttoinlandsprodukt 2015/2016 Regierung senkt Wachstumsprognose

Das Bruttoinlandsprodukt wird 2015 um 1,7 Prozent steigen. Das hat die Bundesregierung bekanntgegeben – und senkt damit ursprüngliche Prognosen.

Trotz gesenkter Wachstumsprognosen: Die Konsumausgaben der Deutschen werden in diesem Jahr laut Bundeswirtschaftsministerium wieder steigen. Grund dafür sind höhere Löhne und ein stabiler Arbeitsmarkt. - © Foto: Syda Productions/Fotolia

Das Bruttoinlandsprodukt wird im Herbst 2015 voraussichtlich um 1,7 Prozent steigen. Auch für 2016 rechnet die Bundesregierung mit einem stabilen Wachstum von 1,8 Prozent.  "Die deutsche Wirtschaft wächst weiter", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Sie befinde sich auf einem guten Weg – trotz gedämpfter weltwirtschaftlicher Perspektiven mit einem schwächeren Wachstum in China und in rohstoffreichen Schwellenländern.

Rekordniveau: Über 43 Millionen Erwerbstätige erwartet

Gründe für das Wirtschaftswachstum sind laut Gabriel vor allem die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verbunden mit steigenden Einkommen. Das schlage sich in höheren Konsumausgaben nieder, die wiederum in die Wirtschaft fließen.

Die positiven Trends am Arbeitsmarkt werden sich laut Bundeswirtschaftsministerium auch in Zukunft halten. In diesem Jahr konnten zusätzlich 284.000 Menschen eine Erwerbstätigkeit finden. 2016 werde mit einem ähnlich hohen Anstieg gerechnet, womit ein Rekordniveau hinsichtlich der Zahl der Erwerbstätigen erreicht werde: Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit 43,3 Millionen Erwerbstätigen im kommenden Jahr.  

Arbeitslosenquote wird steigen

Anders sind die Prognosen hinsichtlich der Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen soll im kommenden Jahr um 60.000 Personen steigen. Das ist laut Bundeswirtschaftsministerium auf die hohe Zuwanderung nach Deutschland zurückzuführen.

Für 2015 werde hingegen von einem Rückgang 98.000 Personen ausgegangen: Insgesamt 2.8 Millionen Arbeitslose und damit rund 3,4 Prozent weniger als noch  2014. sd